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"Projekt Dragonfly": Google baut zensierte Suchmaschine für China

Google will sich für China offenbar selbst zensieren.
Google will sich für China offenbar selbst zensieren. (©Instagram / Google 2018)

Diese Meldung könnte einen Aufschrei bei Kämpfern für die Pressefreiheit auslösen: Google will offenbar um jeden Preis auf den chinesischen Markt zurück – und entwickelt nun angeblich eine neue zensierte Suchmaschine.

Google war bislang in China blockiert, weil sich der US-Internetgigant einer Zensur durch die staatlichen Behörden verweigerte. Das könnte sich nun aber ändern. Wie The Intercept und die New York Times übereinstimmend berichten, arbeitet das US-Unternehmen an einer zensierten Suchmaschine speziell für China. Der Codename des Projekts soll "Dragonfly" lauten.

Suchmaschine wurde im Geheimen auf der CES gezeigt

Die Suchmaschine soll angeblich bestimmte Webseiten – dabei dürfte es sich um in China unliebsame Portale wie die New York Times oder das Wall Street Journal handeln – auf eine schwarze Liste setzen. Auch Themen wie Menschenrechte, Demokratie, Religion oder Proteste sollen von "Dragonfly" ausgespart werden. An dem Projekt wird angeblich schon seit Herbst 2017 gearbeitet, auf der CES im Januar sei es chinesischen Offiziellen vorgestellt worden.

Zensiertes Google könnte schon 2019 in China starten

Laut internen Dokumenten, die The Intercept zugespielt wurden, könnte die fertige Version von Dragonfly schon in den nächsten sechs bis neun Monaten starten – nach einer Genehmigung durch die chinesische Regierung. Mit Dragonfly könnte Google nach acht Jahren auf den chinesischen Markt mit seinen aktuell circa 770 Millionen Internetnutzern zurückkehren. Die selbst auferlegte Zensur dürfte allerdings vor allem im Westen sehr kritisch gesehen werden.

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