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Ransomware-Alarm bei Canon: Update für DSLRs & Systemkameras empfohlen

Die EOS 200D gehört ebenfalls zu den angreifbaren Kameras von Canon.
Die EOS 200D gehört ebenfalls zu den angreifbaren Kameras von Canon.

Spiegelreflexkameras von Canon lassen sich mit wenig Aufwand knacken. In einem Video zeigen Hacker, wie einfach sich Ransomware auf einer DSLR oder Systemkamera des Herstellers installieren lässt. Canon fordert Nutzer zum Update auf.

Glücklicherweise handelt es sich bei den Angreifern nicht um eine kriminelle Gruppe, sondern um Sicherheitsforscher der Cybersecurity-Firma CheckPoint, schreibt Hacker News. Bereits im März informierten diese Canon über die Sicherheitslücke. Der Kamerahersteller arbeitet seitdem mit den Hackern zusammen, um das Problem zu beheben.

Kryptotrojaner via WLAN

Bei Ransomware handelt es sich um einen Erpressungstrojaner, der die Bilder auf der Kamera verschlüsselt und so den Zugriff auf die Dateien verhindert. Außerdem kann die DSLR mithilfe des Schadprogramms gesperrt werden. Dem Nutzer wird dann eine Botschaft auf dem Display der Canon angezeigt, die ihn dazu auffordert Lösegeld zu zahlen, um seine Kamera und Bilder wieder zu bekommen.

Den CheckPoint-Mitarbeitern gelang es, die Ransomware via USB und über WLAN auf eine DSLR zu laden. Ausgenutzt wird eine Sicherheitslücke im Picture Transfer Protocol (PTP) der Kameras. Canon zufolge sind folgende Modelle betroffen:

  • die gesamte EOS-Serie ( DSLR und Systemkameras)
  • PowerShot SX740 HS
  • PowerShot SX70 HS
  • PowerShot G5X Mark II

Canon wird für alle angreifbaren Modelle Firmware-Updates veröffentlichen, um die Lücke zu schließen (eine vollständige Auflistung findest Du hier).

So kannst Du Deine Kamera schützen

Besitzt Du eine der oben aufgeführten Kameras, solltest Du das Canon-Modell so schnell es geht aktualisieren. Ist dies nicht sofort möglich, solltest Du vermeiden, Geräte mit Deiner Kamera zu verbinden, deren Sicherheit Du nicht einschätzen kannst.

Außerdem sind öffentlich zugängliche WLAN-Netzwerke tabu. Am besten deaktivierst Du alle kabellosen Übertragungsfunktionen, wenn Du Dich nicht in einer gesicherten Netzumgebung aufhältst.

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