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RED Hydrogen One: Erste Hands-On-Berichte zum Kamera-Smartphone

Das Red Hydrogen One hat seine ersten Hands-On-Berichte.
Das Red Hydrogen One hat seine ersten Hands-On-Berichte. (©RED 2017)

Das ominöse Smartphone Hydrogen One des Kamera-Spezialisten RED durfte erstmals von ausgewählten Journalisten für ein Hands-On in Augenschein genommen werden. Die Berichte fördern einige Details zutage, lassen aber die meisten Fragen noch unbeantwortet. 

Gut zehn Monate ist es her, seit der Kamera-Spezialist RED sein erstes Smartphone mit dem Namen Hydrogen One vorgestellt hat. Nach Monaten der Arbeit scheint nun endlich der Release-Termin näher zu rücken. In den USA hatten erste Medienvertreter in der vergangenen Woche die Chance, das außergewöhnliche Gerät in einem ersten Hands-On-Check auszuprobieren.

Ungewöhnliches aber typisches Design

Das Design des Gerätes ist, vorsichtig ausgedrückt, ungewöhnlich und wirkt auf den ersten Moment eher so, als hätte jemand ein Sony Xperia in eine fette Schutzhülle gelegt. Doch was aussieht wie ein super-stabiles Smartphone-Case ist tatsächlich der Body des RED Hydrogen One. Laut The Verge orientiert sich der Hersteller hier ganz klar am industriellen Design seiner Kameras. Der Body aus Aluminium wirkt wertig, fällt aber laut Patrick Holland von CNet wuchtiger aus, als ein iPhone 8 Plus in einem Case von Otterbox.

Das Hydrogen One orientiert sich am Design der Kameras von RED. (© 2017 YouTube/Drake Kelch)

Ein holografisches Display als Verkaufsargument

Vorn sitzt ein 5,7-Zoll-Display in dem Gerät, von dem beim Hands-On-Event aber noch keine Aufnahmen erlaubt waren. Die Besonderheit des Displays sind aber weder die Größe noch die Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln, sondern die Möglichkeit zur holografischen Darstellung. RED selbst nennt diese Technologie 4V (4 View).

Laut Patrick Holland darf man sich die Hologramme jedoch nicht so vorstellen wie in "Star Wars" oder anderen Science-Fiction-Filmen.  Vielmehr handelt es sich offenbar um eine Darstellung in stereoskopischem 3D, wie man es vom Nintendo 3DS kennt – nur viel besser und sauberer. Im Vergleich zu früheren 3D-Displays setzt RED laut Dieter Bohn von The Verge auch auf Software-Algorithmen, die dafür sorgen sollen, dass das holografische Bild aus jedem Blickwinkel sauber und scharf wirkt. Der Hersteller möchte übrigens selbst dafür sorgen, dass Kunden ständigen Nachschub an Videos bekommen, die sie mit dem holografischen Screen anschauen können.

Ein modulares System mit vielen Fragezeichen

Noch viel interessanter ist für Bohn jedoch das modulare System des Hydrogen One. RED sieht das Gerät nämlich nicht nur als Smartphone, sondern möchte es als zentralen Bestandteil in sein Kamera-Ökosystem einbauen. Dazu lässt sich das Gerät selbst umfangreich erweitern und soll mit einem Modul etwa in der Lage sein, echte Kamera-Objektive von Canon, Nikon, Leica und anderen Herstellern zu tragen.

Wie genau das modulare Ökosystem am Ende aussehen wird, ist laut The Verge noch nicht absehbar. Für den Autor ist jedoch nach dem Hands-On klar, dass das Hydrogen One ein Smartphone speziell für Leute ist, die schon mit Kamera-Systemen von RED arbeiten. Sie könnten in Zukunft die Chance erhalten, dass Hydrogen One auf die eine oder andere Art und Weise mit diesem System zu kombinieren.

Auch nach den Hands-On-Sessions bleiben viele Fragezeichen

Viel gezeigt wurde während der Hands-On-Sessions zum RED Hydrogen One offenbar noch nicht. Das Display durfte offensichtlich nicht fotografiert werden und das modulare System existiert bislang anscheinend nur auf dem Papier oder in den Köpfen seiner Entwickler. Es bleiben also viele Fragen offen – vor allem die, ob RED dem selbst erzeugten Hype am Ende gerecht werden kann.

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