News

RED Hydrogen One: Erste Tests sind vernichtend

In ersten Tests schneidet das RED Hydrogen One nicht besonders gut ab.
In ersten Tests schneidet das RED Hydrogen One nicht besonders gut ab. (©YouTube/The Verge 2018)

Die ersten Tests zum Hologramm-Smartphone RED Hydrogen One zeichnen ein düsteres Bild: Zu teuer, zu unfertig und schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Der Kauf des neuen RED-Smartphones könne demzufolge niemandem ernsthaft empfohlen werden.

Das RED Hydrogen One habe zwar versucht, etwas Einzigartiges zu sein, sei bei diesem Versuch aber auf die Nase gefallen, heißt es etwa im Test von 9to5Google. Für einen Preis von rund 1300 US-Dollar müsse sich die Kamera auch mit der des Google Pixel 3 messen lassen – erst recht vor dem Hintergrund, dass es sich bei RED um ausgewiesene Kamera-Spezialisten handelt. Die Dual-Kamera erledige zwar einen guten Job, doch dem Vergleich mit dem Pixel 3 oder einem Samsung-Flaggschiff halte die Kamera nicht stand.

4V-Modus erinnert an Nintendo 3DS

Das interessanteste Feature und Alleinstellungsmerkmal ist aber ohnehin das neuartige 4V-Display, das mit holografischer Darstellung punkten will – das aber aus verschiedenen Gründen nicht schafft. Nach dem Hype um das 4V-Display im Vorfeld habe manch einer womöglich ein "Star Trek"-artiges Hologramm erwartet, das förmlich aus dem Bildschirm herausspringt – das sei aber nicht der Fall. Vielmehr, resümiert der Tester, ähnele das Feature eher dem Handheld Nintendo 3DS. Noch dazu würden nur wenige Apps und Inhalte von dem 4V-Modus profitieren.

Holografisches Display sorgt mitunter für Schwindel

Wenn das RED Hydrogen One in den 4V-Modus wechselt, verschwimme das Display laut The Verge so sehr, dass manchen Nutzern gar schwindelig werde. Zu keinem Zeitpunkt würden Inhalte tatsächlich aus dem Bildschirm herausbrechen, stattdessen füge der 4V-Modus dem Screen schlichtweg etwas mehr Tiefe hinzu. Auch The Verge vergleicht das Hologramm-Display am ehesten mit dem 3D-Feature des 3DS, nur dass der Effekt beim Nintendo-Handheld besser rüberkomme.

Keine Kaufempfehlung für "unfertiges Produkt"

"Meiner Meinung nach", heißt es auf Droid Life, "handelt es sich um ein unfertiges Produkt, das noch sehr viel Arbeit im Bereich Software-Entwicklung benötigt. Viele schlechte Punkte, die ich erlebte, können gefixt werden." Zum derzeitigen Zeitpunkt könne aber keine Empfehlung für das ambitionierte Projekt von RED ausgesprochen werden.

Wann und zu welchem Preis es das Smartphone in Deutschland zu kaufen geben wird, ist nicht bekannt. In den USA wird das RED Hydrogen One zum Preis von 1300 Dollar angeboten. 2019 sollen Module erscheinen, mit denen der Funktionsumfang des Geräts erweitert werden kann.

Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben