RED will zusammen mit Foxconn günstigere 8K-Kameras entwickeln

Alleine der Body der RED Epic-W kostet derzeit rund 30.000 Euro.
Alleine der Body der RED Epic-W kostet derzeit rund 30.000 Euro. (©TURN ON 2018)
Franziska Peix Kann die Frage "Welcher Fitness-Tracker ist der beste?" nicht mehr hören.

Wonach klingt es, wenn Kameraspezialist RED und iPhone-Fertiger Foxconn eine Partnerschaft ankündigen? Richtig, die beiden Firmen wollen 8K-Kameras aus dem Profibereich einem breiteren Publikum zugänglich machen, indem sie die Technologie bezahlbarer machen.

Sowohl die Größe als auch den Preis von 8K-Kameras wollen Foxconn und RED angeblich um zwei Drittel reduzieren. Diesen ehrgeizigen Plan verriet Foxconn-Vorsitzender Terry Gou der Presse in Taipeh, berichtet Nikkei Asian Review. Einer der größten Fertigungsbetriebe für elektronische Produkte – unter anderem für die iPhones von Apple – ist dem Bericht zufolge auf der Suche nach neuen Einnahmequellen, da die Nachfrage nach Smartphones aktuell nachlasse. Mit neuen Geschäftsfeldern wolle man sich zudem unabhängiger von Apple machen.

8K ist Benchmark-Standard im professionellen Filmbusiness

Im Gegensatz zum Smartphone-Geschäft mit seinen geringen Margen lockt das Profi-Kamera-Business mit höheren Gewinnspannen. Dennoch verfolgt Foxconn die Absicht, 8K-Kameras, die mittlerweile als Benchmark-Standard im Profi-Filmgeschäft gelten, bezahlbarer zu machen. Derzeit befinde man sich in Gesprächen mit Kameraspezialist RED, dessen 8K-Kamera Epic-W alleine rund 30.000 Euro kostet – noch ohne Zubehör, das zum Filmen notwendig ist.

Auch RED arbeitet derzeit daran, weiter in den Consumer-Bereich vorzustoßen. So will der Kamerahersteller noch im Frühjahr 2018 ein Smartphone mit holografischem Display auf den Markt bringen. Die RED Raven im Kit bei Apple anzubieten, kann ebenfalls als Schritt hin zu einer breiteren Käuferschaft gewertet werden. Die Partnerschaft zwischen RED und Foxconn könnte das noch deutlich verstärken. Eine 8K-Kamera der beiden Firmen wird zwar vermutlich nicht billig – könnte es unabhängigen Filmemachern oder Einsteigern aber sicherlich einfacher machen, großartiges Filmmaterial zu produzieren.

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