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Robotics Challenge: Hier ringen Roboter um die Meisterschaft

Beim Wettbewerb müssen die Roboter nicht nur von alleine aufstehen, sondern auch Entscheidungen treffen können.
Beim Wettbewerb müssen die Roboter nicht nur von alleine aufstehen, sondern auch Entscheidungen treffen können. (©Darpa 2015)

Am Freitag und am Sonnabend treten im kalifornischen Ponoma  25 Roboter aus aller Welt bei der Robotics Challenge an. Dabei geht es um den mit immerhin zwei Millionen Dollar dotierten Titel des Roboter-Weltmeisters. Veranstalter ist die US-Militärforschungsbehörde Darpa, die unter anderem den Vorgänger des Internets erfunden hat.

Die Idee für den Wettbewerb entstand durch die verheerende Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Frühjahr 2011. Hätten Roboter im Inneren des verstrahlten Reaktorgebäudes bestimmte Ventile geöffnet, wären möglicherweise schlimme Folgen verhindert worden. Die menschlichen Arbeiter aber mussten die Nuklearanlage unverrichteter Dinge verlassen, weil die Strahlungswerte einfach zu hoch waren.

Für den Wettbewerb wurde deshalb ein Parcours entwickelt, der die typischen Herausforderungen bereit hält, die bei Unglücksfällen auftauchen können: Ventilräder betätigen, Treppen steigen, durch Wände brechen, Trümmer wegräumen – und Auto fahren. Gleich zu Beginn des Hindernis-Kurses müssen die Blechkameraden zeigen, dass sie auch hinterm Steuer eines Wagens eine gute Roboter-Figur machen können.

Robotics Challenge: Gewinner-Roboter bekommt zwei Millionen

Einige der Finalisten, die sich um die Siegprämien von zwei Millionen US-Dollar für den Erstplatzierten, eine Million für den zweiten und 500.000 für den dritten Platz streiten, kommen auch aus Deutschland. Beispielsweise ist "Team Hector" von der Technischen Universität Darmstadt und tritt mit dem Roboter Johnny05 an. Und Nimbro Rescue wird an der Universität Bonn entwickelt. Viele andere Teams kommen aus den USA und Asien. Wer beim Finale dabei sein will, kann sich den Wettbewerb im Livestream ansehen.

Robotics Challenge fullscreen
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Zugegeben, mit den finsteren Terminator-Typen aus unserer Übersicht der Horror-Roboter haben die Teilnehmer an der WM eher nicht so viel zu tun. Und den Film-Droiden aus Hollywood können die teuren, aber etwas trägen Maschinen auch – noch – nicht das Wasser reichen. Aber: Wer weiß was in 10 oder 20 Jahren ist? Tesla-Chef Elon Musk beispielsweise glaubt, dass es dann schon Killer-Maschinen à la Terminator geben könnte. Und die sind dann unter Umständen mitverantwortlich für den Untergang der Menschheit.

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