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Samsung arbeitet an Wearable zur Schlaganfallerkennung

Das Samsung-Wearable überwacht die Hirnströme und kommuniziert mit dem Smartphone.
Das Samsung-Wearable überwacht die Hirnströme und kommuniziert mit dem Smartphone. (©Facebook/Samsung Tomorrow 2015)

Viele Wearables dienen der Überwachung der Gesundheit. Ein neuer Samsung-Prototyp leistet auf diesem Gebiet Erstaunliches: Das Early Detection Sensor & Algorithm Package (EDSAP) soll erste Hinweise auf einen Schlaganfall erkennen und den Träger per Nachricht auf dem Smartphone oder Tablet warnen.

Weltweit erleiden rund 15 Millionen Menschen jährlich einen Schlaganfall. 66 Prozent von ihnen sterben daran oder tragen irreparable physische Schäden davon. Das berichtet CNET unter Berufung auf die World Health Organisation (WHO). Auch Samsung ist sich der Gesundheitsgefahr bewusst und tüftelt derzeit an einer Technologie zur Früherkennung von Schlaganfällen. Das EDSAP beinhaltet ein Headset, das über zahlreiche Sensoren zum Erfassen der elektrischen Impulse im Gehirn verfügt, sowie eine App, die diese Messdaten analysiert. Laut Samsung Tomorrow kann die Anwendung innerhalb von nur einer Minute eine Voraussage über die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls treffen.

Samsung macht Hirnstrommessungen einfacher und komfortabler

Im Vergleich zu bisherigen Methoden zur Hirnstrommessung arbeitet der Samsung-Prototyp aber nicht nur schneller. Dem Entwicklerteam zufolge ist das System dank extrem leitfähigen Materials auch in der Lage, detailliertere Daten zu liefern. Darüber hinaus ist das EDSAP-System einfach und komfortabel zu tragen. So seien auch Langzeitanalysen möglich, die Auskunft über die neurologische Gesundheit, den Stress-Level und das Schlafverhalten des Wearable-Trägers geben.

Für die Zukunft haben die Samsung-Ingenieure bereits weitere Pläne. So denken sie darüber nach, ein ähnliches System zur Überwachung der Herzgesundheit zu entwickeln. Dieses könnte bei der Früherkennung von Herzinfarkten helfen. Des Weiteren sind auch andere Formen von Prototypen im Gespräch, die dann beispielsweise in Brillen oder Haarnadeln integriert und somit vom Träger gar nicht mehr wahrgenommen werden.

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