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Samsung gibt Plan auf, der Linux auf Smartphones bringen sollte

Linux wird nun doch nicht auf Samsung-Smartphones kommen.
Linux wird nun doch nicht auf Samsung-Smartphones kommen.

Samsung beendet das Projekt "Linux on DeX" nach der Beta-Phase. Die Idee, ein Smartphone in einen Linux-PC zu verwandeln, wird somit nicht mehr umgesetzt.

Samsung-Nutzer, die sich darauf gefreut haben, eines Tages eine vollwertige Version von Linux auf ihrem Smartphone oder Tablet nutzen zu können, dürften enttäuscht sein: Am Freitag hat der Hersteller offiziell sein "Linux on DeX"-Projekt beendet und eingestellt. Dies teilte das Unternehmen den Teilnehmern an der mehrmonatigen Beta-Phase per E-Mail mit (via Android Police).

"Linux on DeX" verwandelte Smartphones in Linux-PCs

Linux on DeX ist im vergangenen Jahr angekündigt worden und sollte auf dem sogenannten DeX-Modus von Samsung aufbauen. Der erlaubt es, Smartphones und Tablets mithilfe von Maus, Tastatur und Monitor wie einen PC zu verwenden. Im DeX-Modus arbeiten Nutzer dabei auf einer stark angepassten Version des Betriebssystems Android.

Da Android selbst auf einem Linux-Kernel aufgebaut ist, wollte Samsung in diesem Zuge auch eine vollwertige Desktop-Version von Linux auf die Geräte bringen. Dabei handelte es sich um den weitverbreiteten Linux-Entwicklerstrang Ubuntu.

Mit Android 10 fällt der Support für "Linux on DeX" weg

Das nun verkündete Ende bedeutet nun vor allem, dass Samsung die dedizierte App "Linux on DeX" nicht mehr offiziell zum Download im Google Play Store oder im Galaxy Store anbieten wird. Sie lässt sich bis auf Weiteres aber immer noch inoffiziell über die Website APK Mirror herunterladen. Die Installation von Apps aus inoffiziellen Quellen ist allerdings immer mit einem gewissen Risiko verbunden und geschieht auf eigene Gefahr.

Mit dem bald erwarteten Update auf Android 10 für diverse Samsung-Geräte soll die Möglichkeit, Linux in DeX zu nutzen, jedoch laut Samsung ohnehin komplett wegfallen. Was bleibt ist ein nettes Experiment, das gezeigt hat, dass die Idee, ein vollwertiges Linux auf Mobilgeräten zu nutzen, grundlegend funktionieren kann. Offenbar war die Zielgruppe dafür aber einfach zu spitz.

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