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Samsung hat große Pläne für Handy-Akkus und Kamera-Sensoren

Samsung arbeitet an neuen Akkus und Kamera-Sensoren.
Samsung arbeitet an neuen Akkus und Kamera-Sensoren. (©CC: Flickr/Maurizio Pesce 2015)

Akku und Kamera von Smartphones könnten dank Samsung in den kommenden Jahren einen großen Entwicklungsschritt machen. Der Hersteller arbeitet derzeit an neuen Technologien, mit denen die Komponenten in Zukunft sowohl leistungsfähiger als auch kleiner werden sollen.

Samsung ist bekanntermaßen nicht nur Hersteller von Smartphones, sondern fertigt in Eigenregie auch zahlreiche Kernkomponenten, die in den Geräten verbaut sind. Neben Displays sowie Prozessor- und Speicherchips gehören dabei auch Akkus und Kamera-Sensoren zu den Produktkategorien, in denen der südkoreanische Konzern eine weltweite Vorreiterrolle einnimmt. Vor allem in den beiden letztgenannten Bereichen möchte das Unternehmen laut PhoneArena in den nächsten Jahren einen riesigen Entwicklungssprung nach vorn machen.

Deutlich mehr Leistung für Akkus

Samsung arbeitet derzeit an Akkus, die bei gleicher Größe wesentlich leistungsfähiger sein sollen als aktuell genutzte Modelle. So plant der Hersteller bis Ende 2017 einen Smartphone-Akku zu entwickeln, der ein Speichervolumen von etwa 780 Wh/l bieten soll. Aktuell sei man in der internen Entwicklung bereits bei 700 Wh/l angelangt, bis Jahresende soll die Grenze von 750 Wh/l geknackt werden. Zum Vergleich: Akkus, die derzeit in Smartphones verbaut werden, haben ein ungefähres Speichervolumen von lediglich 500 Wh/l.

Je nach Verwendungszweck könnten die leistungsfähigeren Akkus dabei entweder mehr Volumen bieten oder in der Größe weiter geschrumpft werden. Zusätzlich sollen diese aber auch haltbarer werden und selbst nach vielen Ladungen kaum an Leistung einbüßen. Zudem will Samsung die Aufladezeit der Akkus verkürzen. So möchte der Hersteller nach eigenen Angaben erreichen, dass diese bereits nach 30 Minuten 80 Prozent ihrer vollen Ladung erreicht haben.

Kleinere Kamera-Sensoren für noch flachere Smartphones

Auch die Kamera-Sensoren, an denen Samsung derzeit arbeitet, sollen in Zukunft deutlich kleiner werden. Nötig wird dies vor allem aufgrund der immer flacheren Bauform der Smartphones. Als Beispiele dienen das Samsung Galaxy S6 und das iPhone 6, bei denen die Kameras über das eigentliche Gehäuse hinausragen. Kleiner werden könnten die Kameras vor allem durch eine Verringerung der Pixel-Größe von derzeit 1,12 Mikrometer auf 1 Mikrometer. Die Kamera-Sensoren würden sich in diesem Zuge von 6,5 auf 5.0 Millimeter schrumpfen.

Da sich bei kleineren Pixeln auch die Lichtausbeute verringert, plant der Hersteller zum Ausgleich die Einführung von RGBW-Sensoren (Rot, Grün, Blau, Weiß) anstelle der bisher verwendeten RGB-Sensoren (Rot, Grün, Blau). Durch das Hinzufügen eines weißen Subpixels sollen der Verlust von Farbtreue und Lichtausbaute ausgeglichen werden. Die Verwendung eines solchen Kamera-Sensors plant angeblich auch Apple für sein iPhone 6s. Allerdings setzt der Hersteller dabei auf Technik von Sony.

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