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Samsung macht ernst: Details zu monatlichen Android-Updates

Samsung Galaxy S6 12
Samsung Galaxy S6 12 (©TURN ON 2015)

Samsung möchte seine Smartphones sicherer machen. In Zukunft sollen Sicherheitsupdates für Android einmal im Monat auf Galaxy S6 und Co. kommen. Erste Details zu seinen Update-Plänen hat der Hersteller nun bekannt gegeben.

Knapp zehn Wochen ist es her, dass Samsung seinen Kunden ein großes Versprechen machte: In Zukunft sollen Smartphones der Marke jeden Monat mit neuen Updates für das Android-Betriebssystem versorgt werden. Nun scheint der Hersteller tatsächlich ernst zu machen. Auf einer am Sonntag neu gestarteten Homepage werden nun erste Details zu den Update-Plänen preisgegeben.

Vorerst profitieren nur Flaggschiff-Modelle

Mit den Software-Updates möchte Samsung vor allem Sicherheitslücken in Android und in seiner eigenen Benutzeroberfläche TouchWiz schließen. Allerdings können die Koreaner die Updates derzeit noch nicht für alle Smartphones und Tablets garantieren. Zunächst sollen deshalb erst einmal nur die aktuellen Flaggschiff-Modelle von dem Verfahren profitieren. Zum Start sind das die folgenden Geräte:

  • Galaxy S5
  • Galaxy S6
  • Galaxy S6 Edge
  • Galaxy S6 Edge+
  • Galaxy Note 4
  • Galaxy Note 5
  • Galaxy Note Edge
  • Galaxy Tab S
  • Galaxy Tab S2

Auch LG und Sony wollen regelmäßig updaten

Hintergrund der neuen Update-Politik ist die Stagefright-Sicherheitslücke in Android, die seit Anfang August bekannt ist. Sie erlaubt es potenziellen Angreifern, über das Versenden von Mediendateien Zugriff auf Android-Smartphones zu erlangen. Obwohl Stagefright auf vielen Smartphones bereits gestopft wurde, tauchte diese Anfang Oktober in anderer Form erneut auf. Neben Samsung haben deshalb auch andere Hersteller wie LG und Sony angekündigt, in Zukunft regelmäßige Android-Sicherheitsupdates für ihre Smartphones zu veröffentlichen.

Andere Hersteller wie HTC halten es hingegen für unrealistisch, jeden Monat ein neues Update bereitstellen zu können. Hauptgrund dafür ist die Abhängigkeit der Hersteller von den Mobilfunkbetreibern. Oft nehmen die Netzbetreiber eigene Veränderungen am Android-Betriebssystem vor, sodass sich die vom Hersteller bereitgestellten Software-Updates nicht so einfach auf die entsprechenden Geräte übertragen lassen.

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