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Samsung wird verbleibende Note 7 per Update deaktivieren

Wer dem Rückruf des Note 7 in den USA nicht folgt, wird bald das Nachsehen haben.
Wer dem Rückruf des Note 7 in den USA nicht folgt, wird bald das Nachsehen haben. (©YouTube/SwagTab 2016)

Samsung will jetzt wirklich sichergehen, dass alle Exemplare des Galaxy Note 7 zurückgegeben werden – und kündigte an, alle verbleibenden US-Geräte mit einem Software-Update unbrauchbar zu machen. Ein Mobilfunkanbieter stellt sich allerdings quer.

Die Rückrufaktion für das in einigen Fällen explodierte Galaxy Note 7 läuft bereits seit Anfang September. Käufer des Samsung-Phablets hatten demnach rund zwei Monate Zeit, ihr Gerät an den Hersteller zurückzugeben. US-Kunden, die dieser Aufforderung immer noch nicht nachgekommen sind, könnten am 19. Dezember eine böse Überraschung erleben: Samsung kündigte an, verbleibende Geräte in den USA per Software-Update unbrauchbar zu machen. Das Smartphone soll sich nach der Ausspielung der Aktualisierung weder laden noch zum Telefonieren nutzen lassen.

Note 7 wird sich bald nicht mehr laden lassen

"Verbrauchersicherheit steht für uns weiterhin an oberster Stelle und wir verzeichnen bisher eine überwältigende Beteiligung am US-Erstattungs- und -Austauschprogramm für das Note 7, rund 93 Prozent aller zurückgerufenen Galaxy Note 7 wurden zurückgegeben", teilte der Hersteller auf der für die Rückrufaktion eingerichteten Webseite mit. Die Ankündigung des verheerenden Software-Updates, das ab dem 19. Dezember ausgerollt wird, soll nun auch die restlichen sieben Prozent dazu bewegen, ihr Samsung-Phablet erstatten oder umtauschen zu lassen.

Verizon verweigert sich dem Samsung-Update

Ein US-Provider stellt sich allerdings quer: Verizon hat angekündigt, das von Samsung vorgesehene Update nicht auszuspielen. Auch der Mobilfunkanbieter stellt Sicherheitsaspekte bei seiner Begründung in den Vordergrund. "Wir wollen nicht verhindern, die Familie zu kontaktieren oder Ersthelfer beziehungsweise medizinisches Personal in Notfallsituationen zu erreichen", teilte der Provider laut The Verge in einem Statement mit. Verizon ist der Meinung, Samsung gehe mit dieser Aktion einen Schritt zu weit. Auch andere US-Mobilfunkanbieter könnten sich diesem Vorgehen anschließen und das Update nicht oder zumindest nicht unmittelbar am 19. Dezember ausspielen.

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