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Samsungs TouchWiz soll akkusparender werden

Eine neue Basis für Samsungs TouchWiz-UI soll wertvolle Akkulaufzeit sparen.
Eine neue Basis für Samsungs TouchWiz-UI soll wertvolle Akkulaufzeit sparen. (©TURN ON 2016)

Samsung arbeitet anscheinend an einer Neuauflage seiner TouchWiz-UI. Die Benutzeroberfläche für die Android-Smartphones und -Tablets des Herstellers soll eine neue Programmierschnittstelle bekommen und damit nicht nur die Geräteperformance verbessern. Die zum Einsatz kommende Vulkan API soll auch den Akku schonen.

Für seine TouchWiz-Oberfläche erntete Samsung in der Vergangenheit oftmals Kritik. Zu überladen, nicht sparsam genug – so lauteten nur einige der Kritikpunkte. Das könnte sich schon bald ändern. Zumindest akkusparender könnte TouchWiz bald arbeiten. Auf der SDC 2016, Samsungs hauseigener Entwicklerkonferenz, präsentierte der Hersteller laut Android Central den Prototyp einer neuen TouchWiz-Version. Neu daran ist vor allem die Programmierschnittstelle Vulkan API.

Auch Google setzt bei Android 7.0 N auf Vulkan API

Schon beim Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge machte sich Samsung die Vorteile der Schnittstelle zunutze. Die Vulkan API bringt nämlich grafisch anspruchsvolle Prozesse auf vielen unterschiedlichen Systemen, darunter auch Android, zum Laufen, und optimiert so die Gaming-Performance der beiden Smartphone-Flaggschiffe. Diesen Vorteil hat auch Google erkannt und integrierte die Vulkan-Unterstützung in die Entwicklervorschau von Android N. Gut möglich also, dass auch die nächste Android-Version auf die Programmierschnittstelle mit dem großen Potenzial setzen wird.

Neue Schnittstelle soll TouchWiz beim Energiesparen helfen

Bei Samsung erhofft man sich von der Vulkan API als TouchWiz-Basis vor allem zwei Dinge: eine Performance-Steigerung und eine Verlängerung der Akkulaufzeit. In ersten Tests funktionierte das bereits gut. Das Scrollen durch Webseiten belastete den Akku 6,4 Prozent weniger als die bisherige TouchWiz-Oberfläche. Das Öffnen und Schließen von Anwendungen war 5,76 Prozent energiesparender. Einen 3600 mAh fassenden Akku vorausgesetzt – wie ihn das Galaxy S7 Edge besitzt – könnte das die gesamte Akkulaufzeit um rund 40 Minuten verlängern. Natürlich handelt es sich bislang nur um einen Test. Es zeigt aber, dass es weiterhin Möglichkeiten gibt, die Akkulaufzeit von Smartphones zu verbessern – ohne einen größeren Akku einbauen zu müssen.

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