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Schluss mit Buttons: LG packt Fingerabdrucksensor unter Glas

LG könnte sich bald vom Fingerabdrucksensor auf der Rückseite verabschieden.
LG könnte sich bald vom Fingerabdrucksensor auf der Rückseite verabschieden. (©TURN ON 2016)

LG Innotek hat am Montag eine neue Technologie für Fingerabdrucksensoren präsentiert. Das Modul ist so dünn, dass es zum Beispiel unter das Display-Glas eines Smartphones passt. Auf diese Weise könnte LG künftige Modelle noch resistenter gegen Schmutz, Wasser und andere äußere Einwirkungen machen.

Fingerabdrucksensoren sind bei High-End-Smartphones mittlerweile ein Muss und selbst in vielen Mittelklassegeräten schon vorhanden. Doch nicht immer gelingt es den Herstellern, diese Module so in ihre Modelle zu integrieren, dass sie sich nahtlos in das Design einfügen. Zudem stellen die Sensoren immer auch eine Schwachstelle beziehungsweise Herausforderung für den Entwickler dar – insbesondere, wenn er das Smartphone wasserdicht gestalten möchte. LG Innotek könnte nun die passende Lösung für dieses Problem parat haben.

Noch dünnere Smartphones dank LG-Technologie?

Am Montag stellte das südkoreanische Unternehmen ein Modul vor, das nur noch 0,3 Millimeter dick ist. Damit kann es zum Beispiel unter dem Display-Glas verbaut werden. Da viele Smartphones auch Glasrückseiten besitzen, wäre der Einsatz des Moduls auch hier denkbar. Zumal die letzten Smartphone-Modelle von LG wie das G5 ihren Fingerabdrucksensor allesamt auf der Rückseite trugen. Vorteile verspricht sich der Hersteller davon gleich mehrere. So wäre der Sensor keinen direkten Umwelteinflüssen mehr ausgesetzt. Hersteller könnten Smartphones damit einfacher wasserdicht gestalten. Und da das neue Modul so schmal ist, wäre auch ein dünneres Handy-Design denkbar. Apropos Design: Das könnte künftig noch minimalistischer ausfallen – ohne offensichtliche Sensoren auf Vorder- oder Rückseite dürften Smartphones noch mehr wirken wie aus einem Guss.

Sicherheit beim mobilen Bezahlen enorm wichtig

Auch das Thema Sicherheit hat LG Innotek bei der neuen Technologie nicht vernachlässigt. Laut der Pressemitteilung liegt die FAR ("False Acceptance Rate"), also die Wahrscheinlichkeit, dass der Fingerabdruck einer falschen Person als richtig erkannt wird, bei 0,002 Prozent. Potenzial sieht LG vor allem auch angesichts der Entwicklung im Bereich des mobilen Bezahlens in seiner neuen Technologie. Wann diese marktreif sein und in den ersten Smartphones zum Einsatz kommen wird, verriet der Hersteller jedoch nicht.

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Bei künftigen LG-Smartphones könnte der Fingerabdrucksensor ins Display-Glas integriert sein. (©LG Innotek 2016)

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