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Schränkt Apple das Fotografieren mit der iPhone-Kamera ein?

Wird Apple die Konzertfotografie künftig einschränken?
Wird Apple die Konzertfotografie künftig einschränken? (©picture alliance / dpa 2016)

Schränkt Apple das Fotografieren mit dem iPhone auf Konzerten bald erheblich ein? Ein jetzt enthülltes Patent beschreibt ein Szenario, nach denen die Foto- und Videoaufnahme softwareseitig verhindert werden könnte.

Das könnte für reichlich Ärger sorgen: Apple besitzt ein Patent, das die Nutzung eines jeden iPhones erheblich einschränken könnte. Das berichtet 9to5Mac mit Verweis auf einen Eintrag im Verzeichnis der US-Patentamts USTPO. Ursprünglich im Jahr 2011 von Apple eingereicht, wurde das Dokument jetzt für die Öffentlichkeit freigegeben – und könnte Konzertbesucher erheblich verärgern. Je nach Sichtweise könnte die mögliche Gängelung aber auch begrüßt werden. Wer heute ein Konzert besucht, sieht Scharen von Zuschauern, die die Show offenkundig nur noch durch das Display ihres Smartphones erleben.

iPhone-Kamera könnte per Infrarot deaktiviert werden

Soll damit bald Schluss sein? Die Kamera könnte per Infrarot interpretierbare Daten erhalten. Das empfangene Signal wäre in der Lage, Foto- und Videoaufnahme technisch zu verhindern. Das könnte wie folgt funktionieren: Eine Maschine könnte in Bereichen, in denen die Aufnahme von Bewegtbildern nicht gestattet ist, aufgestellt sein und ein entsprechendes Signal an das iPhone senden. In den codierten Daten könnte ein Befehl enthalten sein, der die Aufzeichnungsfunktion des Geräts deaktiviert.

Hilfreiche zusätzliche Informationen sind ebenfalls denkbar

Eine derartige Methode könnte selbstredend nicht nur auf Konzerten oder sonstige Events angewendet werden, sondern auch auf andere sensible Bereiche ausgeweitet werden. Mag das beschriebene Anwendungsgebiet auf den ersten Blick eher negativ klingen, so wären durchaus auch positive Features denkbar. Bei einem Besuch im Museum könnten beispielsweise automatisch interessante Informationen passend zum Bild oder Objekt angezeigt werden.

Da Apple eine Vielzahl an Patenten besitzt, von denen nur wenige wirklich real umgesetzt werden, erscheint auch das hier beschriebene Verfahren noch relativ weit entfernt. Durch das 2013 eingeführte iBeacon könnte dieses Patent ohnehin obsolet geworden sein, da dieser Sender-Empfänger-Standard ein solches Feature wohl ohnehin zuverlässiger erledigen dürfte – Infrarot scheint da eher ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Doch die Tatsache, dass Apple auch solche Einsatzgebiete skizziert, ist zumindest interessant.

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Wird dieses Patent umgesetzt, könnte Schluss mit Konzertfotografie sein. (©USTPO 2016)

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