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Sicherer als Face ID: iPhone könnte bald Venenmuster der Hand erfassen

Werden iPhones künftig tatsächlich das Venenmuster einer Hand für die Identifizierung nutzen?
Werden iPhones künftig tatsächlich das Venenmuster einer Hand für die Identifizierung nutzen? (©iStock / Getty Images Plus / mel-nik 2018)

Kommt nach Touch ID und Face ID bald Vein ID? Apple könnte die bisherige Gesichtserkennung im iPhone X künftig deutlich sicherer machen. Dabei würde das System die Venenstruktur erfassen, womit künftige iPhones sogar Zwillinge auseinander halten könnten.

Ein entsprechendes Patent wurde von Apple bereits im November 2015 beim The U.S. Patent and Trademark Office (USTPO) eingereicht und in dieser Woche veröffentlicht, meldet AppleInsinder. Grundlage des Systems sei demnach ein Infrarotsensor, der in der Lage sei, Blutgefäßmuster direkt unter der Hautoberfläche zu erkennen. Die Körperoberfläche würde mithilfe von Laserimpulsen abgetastet, während ein optischer Empfänger die Infrarot-Reflexionen des Lichts erfasst. So würde ein Muster einer Venenstruktur aufgezeichnet werden, was in der Patentzeichnung als Vein ID bezeichnet wird.

Besonders komplexe Venenmuster unter der Hand

Besonders komplexe Venenmuster verlaufen aber nicht nur im Gesicht, sondern auch in der Hand. Je nach Länge der Laserimpulse könnte das System auch dazu genutzt werden, eine 3D-Karte des Körpers anzufertigen. Vein ID soll dabei aufgrund der komplexen Venenstruktur unter den Händen besonders präzise arbeiten. Da sich diese Strukturen unterhalb der Haut befinden, dürfte es für Angreifer extrem schwer bis unmöglich sein, eine passable Fälschung herzustellen – das gilt umso mehr in Kombination mit anderen biometrischen Merkmalen. Da diese Technik kontaktlos funktioniert, seien hygenische Bedenken auszuschließen, anders als bei Finger- oder Handabdrücken.

Die zusätzliche Erkennung könnte Apples Face-ID-Problem lösen, das etwa bei Zwillingen oder sehr ähnlich aussehenden Personen auftreten kann. Da sich die Venenstruktur aber von Person zu Person unterscheidet, würde diese Technologie die Fehlerquote deutlich minimieren. Ob wir neben Face ID tatsächlich bald auch Vein ID in einem iPhone sehen werden, bleibt aber abzuwarten.

Im Patent wird das komplexe Verfahren Vein ID skizziert. (© 2018 AppleInsider/USTPO)
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