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Sicherheit dank TV-Display: Samsung macht Lkw durchsichtig

Samsung macht das Überholen von Lkw sicherer.
Samsung macht das Überholen von Lkw sicherer. (©Youtube/Samsung 2015)

Durch ein großes Display an der Rückseite von Lkw, das den Verkehr vor dem Truck zeigt, will Samsung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Noch mehr als das: Die koreanische Firma will sogar Leben retten.

Wer auf einer zweispurigen Straße schon mal hinter einem Lkw hergefahren ist, kennt das: Überholen ist fast unmöglich und meistens gefährlich, weil man nicht sehen kann, was vor dem Laster passiert. Kommt gerade Gegenverkehr, oder ist die andere Fahrbahnseite zum schnellen Vorbeipreschen an dem trägen Truck frei und bereit?

Mehr Sicherheit: Kann das Samsung-Display Leben retten?

Diese im wahrsten Sinne lebenswichtige Frage versucht Samsung mit einem neuen Konzept zu beantworten: dem Samsung Safety Truck, worüber das Unternehmen auf dem offiziellen Samsung-Blog berichtet. An der Rückseite eines Lkw wird ein großes Display bestehend aus vier Bildschirmen angebracht. Eine drahtlose Kamera filmt die Straße vor dem langen Laster und überträgt die Bilder dann live auf das Display hinten. Dadurch können dem Lkw folgende Autofahrer gut erkennen, was sich vor ihnen so alles abspielt und dann im richtigen Moment die Entscheidung zum Überholen treffen. Die Übertragung funktioniert auch nachts, da die Kameras mit Infrarot-Beleuchtung ausgestattet sind.

Erste Tests liefen erfolgsversprechend

Die ersten Versuche mit einem entsprechend ausgerüsteten Laster hat Samsung in Argentinien gemacht. In dem südamerikanischen Land gibt es nicht nur besonders viele zweispurige Straßen, sondern auch über 20 Verkehrstote pro Tag, wie Samsung in einem Video erklärt. 80 Prozent dieser Opfer seien auf Überholvorgänge auf den engen und unübersichtlichen Straßen zurückzuführen. Samsung hat es sich daher auch am Beispiel Argentiniens zur Aufgabe gemacht, mit der neuen Technologie Leben zu retten. Ein Prototyp eines lokalen Partners von Samsung hat erste Tests bereits erfolgreich absolviert. Nun geht es darum, dass das Verfahren in verschiedenen Ländern den dortigen Vorschriften anzupassen. Dafür arbeiten die Koreaner mit Verkehrsclubs und den jeweiligen Regierungen zusammen.

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