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Sicherheitslücke bedroht über 900 Millionen Android-Geräte

Über 900 Millionen Android-Geräte stehen dank einer Sicherheitslücke im Regen.
Über 900 Millionen Android-Geräte stehen dank einer Sicherheitslücke im Regen. (©CC: Flickr/Uncalo Tekno 2015)

Eine kritische Sicherheitslücke bedroht derzeit mehr als 900 Millionen Android-Geräte, darunter auch die Flaggschiffe von Samsung, LG und Google. Entdeckt wurde das Datenleck im Treiber eines LTE-Modems von Qualcomm.

Eine neue Sicherheitslücke bedroht angeblich mehr als 900 Millionen Android-Geräte. Entdeckt wurde die Schwachstelle namens Quadrooter vom israelischen Sicherheitsunternehmen Check Point in einem fehlerhaften Treiber der LTE-Modems von Qualcomm. Die betroffenen Modems sind laut ZDNet in einem Großteil aller Android-Smartphones und -Tablets verbaut. Betroffen sind unter anderem die Flaggschiffe von Samsung, LG und die aktuellen Nexus-Geräte.

Ein Patch ist schon vorhanden, wurde aber noch nicht verteilt

Qualcomm selbst wurde bereits im April über die Sicherheitslücke informiert und hat bereits einen Patch zur Behebung des Problems an die Smartphone-Hersteller verteilt. Fraglich ist allerdings, wann dieser Patch über die Hersteller und Mobilfunkbetreiber seinen Weg zu den Endkunden findet. In der Vergangenheit hatte sich die Update-Verteilung verschiedener Smartphone-Hersteller gleich mehrfach als problematisch entpuppt. So werden die Lücken zwar in der Regel recht schnell durch Patches geschlossen, allerdings dauert es oft Wochen oder gar Monate, bis die Patches bei den Nutzern eintreffen.

Leck erlaubt den Zugriff aufs komplette Smartphone

Insgesamt hatten die Experten von Check Point vier verschiedene Sicherheitslecks in aktuellen Smartphones entdeckt, von denen jedoch besonders die Lücke im Qualcomm-LTE-Treiber als kritisch eingestuft wurde. Sie soll es Angreifern erlauben, die volle Kontrolle über das betroffene Smartphone zu erlangen. Bisher sei die Schwachstelle jedoch noch nicht ausgenutzt worden und auch Details seien bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Die Smartphone-Hersteller selbst haben sich bislang nicht zu Wort gemeldet, was den Sicherheitsstand ihrer Geräte angeht.

Check Point selbst rät allen Smartphone-Nutzern, nach aktuellen Updates zu scannen und diese zu installieren. Zudem sollten Nutzer keine Apps aus inoffiziellen Quellen installieren und einen Virenscanner auf ihren Geräten laufen lassen.

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