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Siri-Websuche: Apple tauscht Bing gegen Google aus

Siri nutzt jetzt Google für die Suche und nicht länger Bing.
Siri nutzt jetzt Google für die Suche und nicht länger Bing. (©YouTube / Apple 2016)

Für die Siri-Websuche tauscht Apple jetzt den Such-Provider Bing gegen Google aus. Das bedeutet: Falls Siri unter iOS keine Hilfe anbieten kann, werden jetzt Suchergebnisse von Google ausgespielt, statt wie früher von der Microsoft-Suchmaschine Bing. Nur bei der Bildersuche bleibt Bing der Anbieter für iOS.

Der Wechsel beim Such-Provider betrifft die Suche mit Siri, mit Spotlight auf dem Mac und der allgemeinen Suche in iOS. Apple will dadurch die Suche mit der im Safari-Browser vereinheitlichen, schreibt der iPhone-Hersteller laut TechCrunch in einer Pressemitteilung.

Änderung bei der Suche betrifft Weblinks & Videos

Ändern wird sich durch den Wechsel das Verhalten, wenn Siri keine eigenen Ergebnisse vorweisen kann, sowie bei der mit "Hey Siri" absichtlich angestoßene Websuche. Die Suchergebnisse beinhalten sowohl normale Weblinks wie auch Videos, die Bildergebnisse sollen auch weiterhin von Bing geliefert werden, das von Microsoft betrieben wird. Das macht auch durchaus Sinn, denn die Bing-Suchergebnisse in Sachen Bilder können sich durchaus sehen lassen. Wer mit Siri nach eigenen Fotos sucht, bekommt natürlich Ergebnisse aus der eigenen Bibliothek ohne Bing angezeigt. Schon früher kam es vor, dass sich andere Anbieter wie Facebook von der Bing-Suche getrennt hatten.

Hintergrund dieses Wechsels mag sein, dass Google derzeit an die Telefonhersteller hohe Gebühren zahlt, um als Standard-Suchanbieter auf den Geräten vertreten zu sein. Mit Samsung konnte bereits ein entsprechender Deal eingefädelt werden, jetzt hat sich anscheinend auch Apple mit einem dicken Dollarbündel weichklopfen lassen und tauscht die immer besser funktionierende Suchmaschine Bing aus.  Andererseits muss man eben auch sagen, dass Google mit Apple jede Menge Geld in der Vergangenheit verdient haben dürfte, da die Google-Suche auf iOS-Geräten lange fest eingebaut war. Vermutlich übertrifft die Summe sogar das, was an Gewinn bei Android herausgesprungen sein dürfte. Die Änderungen dürften im Laufe des Dienstags weltweit greifen.

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