Smart Speaker von Sonos und Bose können leicht gehackt werden

Smarte Lautsprecher von Sonos und Bose waren das Ziel von Hackern.
Smarte Lautsprecher von Sonos und Bose waren das Ziel von Hackern. (©Sonos 2017)
Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Smarte Lautsprecher von Sonos und Bose sind offenbar vermehrt das Ziel von Hackern. Geräte wie der Sonos Play:1, der Sonos One oder der Bose SoundTouch können demnach unter bestimmten Umständen gekapert werden. Auch wenn die Hackerangriffe nicht wirklich gefährlich sind, so wirken sie dennoch beängstigend.

Smarte und vernetze Lautsprecher halten Einzug in immer mehr Wohnzimmer und mit der neuen Technologie kommen natürlich auch Fragen danach auf, wen wir da eigentlich in unsere Wohnungen lassen. Neben Google und Amazon, die den Markt für sogenannte Smart Speaker beherrschen, könnten sich nämlich auch Hacker über die vernetzen Lautsprecher Zugang in unsere eigenen vier Wände verschaffen. Im Falle einiger Smart Speaker von Sonos und Bose ist nun laut einem Bericht von Wired genau das geschehen.

Kein großer Schaden, aber eine große Wirkung

Demnach wurden rund 2000 bis 5000 Sonos-Lautsprecher der Typen Play:1 und One sowie 400 bis 500 Bose SoundTouch von Hackern gekapert und spielten plötzlich ungefragt Musik und seltsame Geräusche ab oder die Sprachassistentin Alexa fing einfach von sich aus an zu reden. Auch wenn durch den Hackerangriff offenbar kein größerer Schaden für die betroffenen Nutzer entstanden ist, wirkt die ganze Geschichte schon ziemlich beängstigend.

Schuld an der Misere ist dabei anscheinend nicht allein die Software der Hersteller. Vielmehr sollen es fehlerhafte Einstellungen in den WLAN-Netzen der User gewesen sein, die dazu geführt haben, das Fremde ihre Lautsprecher übernehmen konnten. In Fällen, in denen die Speaker in WiFi-Netzen mit offenen Ports angemeldet waren, konnten Hacker diese von außerhalb des Netzwerks aufspüren und infizieren.

Smart-Home-Geräte sind beliebte Hackerziele

Der Fall lenkt den Fokus einmal mehr auf die Sicherheitsproblematik, die mit vielen Smart-Home-Geräten einhergeht. Während PCs, Smartphones und Tablets vergleichsweise schwer zu hacken sind und in vielen Fällen regelmäßig Sicherheitspatches erhalten, sind andere vernetzte Geräte oftmals vergleichsweise unsicher und damit beliebte Angriffsziele und Einfalltore für Hacker.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Tech

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben