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Smartes Bike will Fahrräder einer Stadt vernetzen

Das Vanhawks Valour sammelt Daten, woraus dann optimale Radrouten errechnet werden können.
Das Vanhawks Valour sammelt Daten, woraus dann optimale Radrouten errechnet werden können. (©Vanhawks 2015)

Nicht nur Autos werden vernetzt, jetzt rollt auch das Smart Bike heran. Mit dem Kickstarter-Projekt Vanhawks Valour kommt demnächst ein Fahrrad auf den Markt, das optisch ebenso ansprechend wie elektronisch ausgefeilt ist. Das Rad zeichnet Tempo, Fahrstrecke und Kalorienverbrauch auf und die wachsende Community tauscht diese Daten fleißig aus.

Der vernetzte Fahrer kann alle Daten, die sein kluger Drahtesel bei der Fahrt aufzeichnet, per App abrufen. Schon das ist eine feine Sache. Was die nach Verkaufsstart des Kickstarter-Fahrrads stetig zunehmende Gruppe der Valour-Besitzer aber noch mit diesen Daten anstellen kann, ist ziemlich einzigartig. Darüber berichtet jetzt Mashable.

Räder kommunizieren per Internet miteinander

Da die Räder miteinander kommunizieren können, kann sich schnell eine kleine, aber hartnäckige Anti-Diebstahls-Truppe zusammenfinden. Sobald ein Valour als gestohlen gemeldet wird, erhalten der Eigentümer und andere Valour-Besitzer Positionsmeldungen und können auf die Verfolgung gehen – wie Emil und die Detektive. Da jedes Valour um die 1500 Dollar kostet, ist das ein Feature, das sich auszahlen könnte.

Optimale Radrouten von der Community

Die Community sorgt aber auch fürs flotte und sichere Fahren. Beispielsweise erschaffen die vernetzten Radler ein detailliertes Netzwerk mit optimalen Radrouten inklusive Warnungen vor fiesen Schlaglöchern und anderen Hindernissen. In diese smarten Routen fließen auch nervige Ampelstopps und alle Richtungswechsel mit ein. Aus allen Daten wird dann die optimale Route errechnet, die den Nutzern empfohlen wird. Da Google mit seinem Routing Radfahrer bislang stiefmütterlich behandelt, ist diese Methode eine spannende Sache – vorausgesetzt natürlich, dass die Community groß genug ist.

Die Hersteller vom Vanhawks Valour glauben an eine vernetzte Radler-Zukunft: "Je mehr Daten wir haben, desto wichtiger könnten diese für die Sicherheit von Radfahrern werden. Wir wollen diese Informationen der Stadtverwaltung übermitteln, damit diese dann die Radwege an gefährlichen Stellen ausbauen kann", so Geschäftsführer Ali Zahid. Verkaufsstart für seine smarten Räder soll noch im Frühling sein. Wie viele Kunden aus Deutschland zugreifen, ist nicht bekannt. Hierzulande arbeitet etwa die Telekom an einem Connected Bike.

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