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Smartphone-User laden immer weniger Apps herunter

Smartphone-User werden zunehmend Download-faul.
Smartphone-User werden zunehmend Download-faul. (©TURN ON 2015)

Ist der Boom vorbei? Laut einer Studie laden Smartphone-User immer weniger Apps herunter – eine Entwicklung, die mittlerweile auch große Entwickler wie Facebook und Google zu spüren bekommen.

Was ist das tollste auf dem Smartphone? Also neben den eigenen Bildern, der Lieblingsmusik und dem Telefonbuch? Ja genau, die Millionen von Apps natürlich, mit denen sich tausend Dinge anstellen lassen. Doch der große App-Boom, der 2008 mit der Einführung des Apple App Store und des Android Market (heute Google Play Store) begann, ist offenbar vorbei. Die Smartphone-User sind nämlich Download-faul geworden und laden sich nur noch äußerst selten neue Apps herunter, wie ReCode berichtet.

App-Downloads sind stark rückläufig

Mittlerweile bekommen laut einer Studie des Marktforschers SensorTower sogar große App-Entwickler wie Facebook, Google, Spotify und Twitter diese Entwicklung zu spüren. Deren Download-Zahlen sanken im Mai 2016 um satte 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Einzig Snapchat und Uber konnten ihre Download-Zahlen in den vergangenen zwölf Monaten deutlich steigern.

Die Gründe für diese Entwicklung liegen auf der Hand: Acht Jahre nach dem Launch der ersten App-Stores haben die meisten Smartphone-User mittlerweile ihre Lieblings-Apps gefunden und verspüren offenbar nur noch selten den Drang, neue Applikationen auszuprobieren. Hinzu kommt ein zunehmend gesättigter Smartphone-Markt, der den App-Entwicklern mittlerweile viel weniger neue Nutzer zuspielt als das noch in den vergangenen Jahren der Fall war.

Apple und Google locken mit neuen Bezahlmodellen

Für die großen App-Entwickler könnte sich diese Entwicklung zunehmend zu einem Problem entwickeln, vor allem dann, wenn die eigenen Wachstumsprognosen darunter leiden. Kein Wunder also, dass auch Apple und Google mittlerweile nach Möglichkeiten suchen, den Entwicklern das Leben leichter zu machen. So wollen beide Store-Betreiber in Zukunft nur noch 15 Prozent von den Einnahmen, die Entwickler mit ihren Apps verdienen, für sich beanspruchen. Bislang wandern 30 Prozent der App-Einnahmen in die Taschen von Apple und Google.

Auch die Einführung von Android Instant Apps soll künftig wieder mehr Smartphone-Nutzer dazu ermutigen, neue Applikationen auszuprobieren. Durch eine neue Programmstruktur sollen sich Android-Apps in Zukunft auch ganz ohne Installation auf dem Smartphone starten lassen. Die Hemmschwelle zum Ausprobieren neuer Programme könnte dadurch für viele User sinken.

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