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Immer weniger Snapchat-Downloads: Ist der Hype zu Ende?

Snapchat-App im Sinkflug: Vor allem iPhone-Besitzer scheinen das Interesse an Snapchat zu verlieren.
Snapchat-App im Sinkflug: Vor allem iPhone-Besitzer scheinen das Interesse an Snapchat zu verlieren. (©TURN ON 2017)

Der ganz große Trubel um Snapchat scheint vorüber: Die Download-Zahlen befinden sich zwar noch nicht im freien Fall, sind aber im Jahresvergleich deutlich abgestürzt. Analysten glauben zu wissen, warum die einstige Trend-App derzeit kaum noch Begeisterungsstürme entfachen kann.

Im Jahresvergleich sind die Downloads der Snapchat-App in den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals um satte 22 Prozent zurückgegangen, meldet PhoneArena. Das zumindest geht aus Zahlen des Investmenthauses Instinet hervor. Der Rückgang ist umso bemerkenswerter vor dem Hintergrund, dass Snapchat im Juni 2013 etwa 800 Millionen US-Dollar wert war und heute sogar über einen Börsenwert von 23 Milliarden US-Dollar verfügt. Insbesondere iPhone-Besitzer scheinen sich aber in Scharen von Snapchat zu verabschieden – hier beträgt der Download-Rückgang in den vergangenen zwei Monaten satte 40 Prozent.

Mögliche Gründe für den Absturz von Snapchat

Über die Gründe für die enttäuschende Entwicklung kann nur spekuliert werden. Ein Analyst glaubt daran, dass Konkurrenten wie Facebook, Instagram oder andere Dienste für das schwache Wachstum von Snapchat verantwortlich seien – weil sie populäre Features von Snapchat kopiert hätten, allen voran das "Stories"-Feature. Aber auch Snapchat Lenses, mit denen sich User etwa im Handumdrehen in lustige Tiere verwandeln können, würden von immer mehr anderen Apps übernommen. Einstige Alleinstellungsmerkmale der Snapchat-Anwendung sind heutzutage vielfach auch bei der Konkurrenz zu finden.

Jüngst führte das kalifornische Unternehmen mit den sogenannten Custom Stories ein neues Feature ein, das es Nutzern der App erlaubt, zusammen mit deren Freunden maßgeschneiderte Storys zu kreieren. Ob den Machern damit ein erfolgreicher Turnaround gelingen wird, bleibt abzuwarten: Schon heute verfügen sowohl Instagram als auch Facebook über mehr aktive "Stories"-Nutzer als der eigentliche Pionier dieser Funktion.

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