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Snapchat stellt Funktion für Geldüberweisungen ein

Snapchat-Nutzer können sich nun kein Geld mehr zuschicken.
Snapchat-Nutzer können sich nun kein Geld mehr zuschicken. (©TURN ON 2017)

Die Messenger-App Snapchat stellt nun die Funktion Snapcash ein. Das bedeutet, dass sich Snapchat-Nutzer gegenseitig kein Geld mehr überweisen können. Die Funktion hatte es ohnehin nie nach Deutschland geschafft. Zu den Gründen für die Einstellung könnte der Missbrauch von Snapcash durch einige Nutzer zählen.

Snapchat stellt seine Peer-to-Peer-Zahlungsdienstleistung Snapcash am 30. August ein. Das schreibt TechCrunch mit Bezug auf eine entsprechende Information im Programmcode der Android-App. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte dies. Das Feature erlaubte US-amerikanischen Nutzern, sich gegenseitig Geld zu überweisen. Mit Snapcash endet auch die vierjährige Partnerschaft von Snapchat mit Square. Snapchat nannte keine Gründe für das Ende von Snapcash.

Nutzer missbrauchten Snapcash zum Verkauf erotischer Bilder

TechCrunch führt allerdings zwei mögliche Gründe an. Eigentlich sollte Snapchat zum Einkauf bei bekannten Marken in der App anregen, aber erstens kam Snapcash nicht gegen Apps wie PayPal und Venmo an und zweitens hatten viele Nutzer offenbar abweichende Anwendungszwecke im Sinn. So boten junge Frauen Nacktfotos und andere erotische Inhalte via Snapchat an und die App erhielt allmählich den Ruf, nur zum Sexting zu dienen. Insgesamt soll Snapcash dem Ruf der Messaging-App darum eher geschadet haben.

Snapchat möchte ein PR-Desaster vermeiden

Mit der Einstellung von Snapcash wolle Snapchat den PR-Problemen entgegenwirken, so TechCrunch. Snapchat positioniert sich als App, die vor allem dazu dient, unkompliziert mit Freunden zu chatten und witzige Schnappschüsse aus dem Leben mit anderen zu teilen.

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