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So hat Samsung das Galaxy S7 wasserdicht gemacht

Wie wasserdicht ist das Galaxy S7 wirklich?
Wie wasserdicht ist das Galaxy S7 wirklich? (©YouTube/ JerryRigEverything 2016)

Als erste Mitglieder der Galaxy S-Familie sind Samsung Galaxy S7 und S7 Edge wasserdicht nach dem Standard IP68. Wie genau der Hersteller die Smartphones wasserfest gemacht hat, zeigt ein neues Video des YouTubers JerryRigEverything.

Eines der neuen Features des Samsung Galaxy S7 ist das wasserdichte Gehäuse, das nach dem Standard IP68 gegen Staub und Wasser bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern geschützt ist. Wie genau Samsung dafür sorgt, dass kein Wasser in das Smartphone eindringen kann, hat nun der YouTuber JerryRigEverything untersucht. Dafür hat dieser das Smartphone auseinandergenommen und sich die einzelnen Bauteile im Detail angeschaut.

Wasserfester Kleber und Mini-Dichtungen

Da die Gehäuseteile selbst mit einem wasserfesten Kleber verbunden sind, liegt ein besonderes Augenmerk natürlich auf den natürlichen Schwachstellen des Smartphones – also den Anschlüssen, Gehäuse-Buttons und dem Lautsprecher-Ausgang. Dabei zeigt sich, dass praktisch alle Anschlüsse mit einer zusätzlichen Dichtung versehen sind, die das Smartphone gegen einen geringen Wasserdruck schützt. Wird das Smartphone tiefer als 1,5 Meter und länger als 30 Minuten ins Wasser getaucht, kann dieser Schutz jedoch versagen.

Zusätzlich setzt Samsung an der Innenseite der Anschlüsse sowie bei der Lautsprecheröffnung auf eine wasserdichte Folie. Diese ist mit einem sehr widerstandsfähigen und ebenfalls wasserfesten Kleber mit dem Gehäuse des Smartphones verbunden. Zwar sind auch diese Folien nicht für großen Wasserdruck geeignet, sollten jedoch für die vorgesehenen Tiefen von maximal 1,5 Metern ausreichen.

Platinen sind nicht vor Wasser geschützt

Die eigentlichen Platinen im Inneren des Smartphones sind hingegen nicht vor Wasser geschützt. Zwar gibt es mittlerweile Verfahren, mit denen sich auch solche Bauteile vor Wasser schützen lassen, auf diese hat Samsung jedoch beim Galaxy S7 verzichtet. Wirklich wassergeschützt ist somit nur das Gehäuse des Smartphones. Sobald es dem Wasser einmal gelingt, die Schale zu durchdringen, ist deshalb auch beim S7 und beim S7 Edge Schicht im Schacht.

Und diesen Umstand sollten Käufer nicht auf die leichte Schulter nehmen: Denn obwohl das Samsung Galaxy S7 nach dem Standard IP68 wasserdicht ist, deckt Samsung Wasserschäden nicht im Rahmen der Garantie ab. Ob tatsächlich Wasser in das Gerät eingedrungen ist, kann der Hersteller dabei anhand von zwei kleinen weißen Plättchen überprüfen, die im Inneren des Gehäuses angebracht sind. Kommen diese mit Wasser in Kontakt, verfärben sie sich rot.

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