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So lief der FBI-Hack für das iPhone 5c wirklich ab

Das FBI hatte beim iPhone 5c-Hack vermutlich Hilfe von Profi-Hackern.
Das FBI hatte beim iPhone 5c-Hack vermutlich Hilfe von Profi-Hackern. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2016)

Beim Knacken des iPhone 5c des San Bernardino-Attentäters hatte das FBI offenbar Hilfe von professionellen Hackern. Diese haben angeblich den Sicherheitsmechanismus ausgehebelt, der die Daten bei zu vielen falschen Passworteingaben automatisch löscht.

Das Thema FBI versus Apple will einfach nicht zur Ruhe kommen. Nachdem es den Ermittlungsbehörden Ende März gelungen war, das iPhone 5c des San Bernardino-Attentäters Syed Farook ohne die Hilfe von Apple zu knacken, ist nun auch klar, wie genau dem FBI dieser Schachzug geglückt ist. Glaubt man einem Bericht der Washington Post, der sich auf anonyme Quellen beruft, dann war es nämlich keineswegs ein externes Sicherheitsunternehmen, welches das iPhone geknackt hat. Statt dessen haben sich die Ermittler offenbar Hilfe von professionellen Hackern geholt.

Schwachstelle in der iPhone-Verschlüsselung

Diese hatten angeblich bereits im Vorfeld eine Schwachstelle in Apples Verschlüsselungssystem entdeckt. So war es den Hackern möglich, ein Gerät zu bauen, mit dem das Passwort des iPhones geknackt werden kann, ohne dabei zu riskieren, dass alle Daten gelöscht werden. Danach war es für das FBI offenbar kinderleicht, den vierstelligen Code des Smartphones zu entschlüsseln. Der komplette Vorgang soll nur 26 Minuten gedauert haben.

Hacker werden immer wichtiger

Sowohl für Sicherheitsbehörden und Geheimdienste als auch für Unternehmen spielen Hacker eine immer größere Rolle. Die Information, wie sich eine bestimmte Software knacken oder ein Sicherheitssystem aushebeln lässt, ist in den meisten Fällen bares Geld wert. Viele Hacker verkaufen ihre Kenntnisse dabei direkt an Unternehmen wie Google, Apple oder Facebook, welche die Hacks nutzen, um die gefundenen Sicherheitslücken zu schließen. Andere Hacker arbeiten aber auch mit Kriminellen zusammen und wieder andere versteigern einfach an den Höchstbietenden.

Wie viel Geld das FBI im aktuellen Fall an die Hacker gezahlt hat, die beim Entschlüsseln des Attentäter-iPhones geholfen haben, ist nicht bekannt. Mittlerweile scheint jedoch klar, dass die israelische Sicherheitsfirma Cellebrite nicht direkt an dem Vorgang beteiligt war. Ursprünglich waren Experten davon ausgegangen, dass die Sicherheitsexperten aus Israel ihre Finger beim iPhone-Hack des FBI im Spiel gehabt hatten.

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