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So stark ist Teslas neuer KI-Chip für autonomes Fahren

Der neue Tesla-Chip wird bereits in allen neuen Tesla-Fahrzeugen verbaut.
Der neue Tesla-Chip wird bereits in allen neuen Tesla-Fahrzeugen verbaut.

Schon in einem Jahr sollen 1 Million Autos von Tesla vollständig autonomes Fahren beherrschen – während der Fahrer zum Zuschauer verkommt und selbst ein Nickerchen halten kann. Ermöglichen soll das der neue KI-Chipsatz des Tech-Unternehmens.

Am Montag präsentierte Tesla-Chef Elon Musk den Investoren einen neu entwickelten Chip für künstliche Intelligenz, schreibt The Verge. Der neue High-End-Prozessor wird bereits seit kurzer Zeit in den batteriebetriebenen Fahrzeugen von Tesla verbaut, bis Jahresende soll der leistungsstarke Chipsatz autonomes Fahren ohne Aufsicht ermöglichen. Dazu sagte der Tesla-Gründer: "Alle Tesla-Fahrzeuge, die derzeit gebaut werden, haben alles an Bord, was für autonomes Fahren benötigt wird." Alles, was verbessert werden müsse, sei ausschließlich die Software.

Neuer Chip 21-mal schneller als Vorgängergeneration

Der neue FSD-Chipsatz ist das Herzstück neuer Tesla-Fahrzeuge: Hier laufen sehr hohe Datenmengen ein, darunter Bildsignale von acht Kameras, zwölf Ultraschallsensoren, einem nach vorne gerichteten Radar sowie GPS- und Kartierungsdaten. Alle diese Daten werden dafür verwendet, einen Tesla sicher und autonom über die Straßen fahren zu lassen.

Jeder FSD-Computer enthält zwei Chips, und jeder davon hat zwei Beschleuniger für künstliche Intelligenz an Bord. Jeder Chip kann pro Sekunde bis zu 72 Billionen Operationen (TOPS) durchführen und das System 2.100 Bilder eines Videos pro Sekunde analysieren – das ist 21-mal schneller als bei der vorherigen Hardware-Generation.

Bislang hat noch niemand ein marktreifes, komplett selbstfahrendes Auto im Angebot – auch Tesla nicht. Vor allem die Entwicklung des Chipsatzes stelle Autobauer vor eine große Herausforderung. Tesla selbst hat schon vor drei Jahren damit begonnen, einen eigenen Chipsatz für selbstfahrende Autos zu entwickeln.

Per "Daumen im Wind", antwortete Teslas erfahrener Chefdesigner Pete Bannon auf die Frage, nach welchen Kriterien entschieden wurde, wie viel Rechenpower ein solcher Chipsatz überhaupt benötige. "Ich glaube nicht, dass jemand weiß, welche Hardware dafür notwendig ist", vermutet Roboterexperte Filip Piekniewski vom Start-up Accel Robotics.

Schon 2020 sollen rund 1 Million Teslas autonom auf den Straßen unterwegs sein und Menschen transportieren, die während der Fahrt sogar schlafen können. Auch werde Tesla seinen Kunden ermöglichen, ihr Fahrzeug zu vermieten, wenn dieses nicht benötigt werde – und zwar als sogenanntes "Robotaxi". Das alles will Tesla ohne den Einsatz der teuren, aber sehr sicheren Lidar-Sensoren erreichen.

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