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So teuer ist das iPhone 12 in der Herstellung

iPhone 12
Das Display ist eines der teuersten Bauteile im iPhone 12. Bild: © TURN ON 2020

Das iPhone 12 kostet im deutschen Handel mindestens 876 Euro, das iPhone 12 Pro geht ab 1.120 Euro über den Ladentisch. Wie viel kosten die Smartphones eigentlich in der Herstellung? Eine japanische Webseite hat eine interessante Rechnung aufgestellt.

Laut den Teardown-Experten von Fomalhaut Techno Solutions (via Nikkei Asia) liegen die reinen Materialkosten beim iPhone 12 bei 373 Dollar (umgerechnet rund 313 Euro). Beim iPhone 12 Pro betragen die Kosten 406 Dollar (341 Euro). Wenn man allein auf die Materialkosten schaut, schlägt Apple je nach Modell also eine satte Marge von 563 bis 779 Euro drauf. Eine solche Rechnung ignoriert allerdings die Kosten, die für Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Marketing anfallen.

OLED-Display und 5G-Modem treiben den Preis nach oben

Die teuersten Bauteile in den neuen iPhones sind laut Fomalhaut Techno Solutions die OLED-Displays, die von Samsung stammen, und die neuen 5G-Modems. Die Screens sollen mit je 70 Dollar (59 Euro) zu Buche schlagen, die 5G-Komponenten sogar mit 90 Dollar (76 Euro). Der Chip A14 Bionic ist hingegen mit 40 Dollar (34 Euro) vergleichsweise günstig, der Arbeitsspeicher (11 Euro) und der Flash-Speicher (16 Euro) ebenfalls. Die Sony-Sensoren in den Kameras der iPhones kosten sogar nur zwischen 6,22 und 6,64 Euro pro Einheit.

Im iPhone 12 steckt sehr viel Südkorea

Interessant ist zudem die Aufschlüsselung der Herkunftsländer der iPhone-12-Bauteile durch Fomalhaut Techno Solutions. 26,8 Prozent der Teile kommen demnach aus Südkorea, 21,9 Prozent aus den USA. Bauteile aus Japan machen 13,6 Prozent eines iPhone 12 aus. Der Zusammenbau der Smartphones erfolgt aus Kostengründen aber weiterhin hauptsächlich in China.

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