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So viele Daten sammelt Dein Android-Smartphone für Google

Nicht nur das Pixel 2 erweist sich als eifriger Datensammler, sondern auch alle anderen Android-Smartphones.
Nicht nur das Pixel 2 erweist sich als eifriger Datensammler, sondern auch alle anderen Android-Smartphones. (©YouTube/Austin Evans 2017)

Akkustand, GPS-Daten und Co: Wer ein Android-Smartphone besitzt, überlässt Google unzählige Daten. Wie ausgeprägt die Datensammelwut des US-Unternehmens tatsächlich ist, wurde jetzt in einem Test aufgedeckt.

Als Grundlage für die Auswertung des US-Magazins Quartz dienten mit dem Google Pixel 2, Galaxy S8 und Moto Z Droid drei Android-Smartphones. Um genau prüfen zu können, welche Daten der Hersteller sammelt, wurden die Smartphones nicht mit dem Mobilfunknetz verbunden, sondern mit einem portablen WLAN-Netzwerk. Nur so war es den Testern möglich, alle ein- und ausgehenden Datenübertragungen präzise zu überwachen. Verantwortlich dafür ist offenbar die eingeschaltete Ortungsfunktion des Smartphones, die wohl bei den meisten Handynutzern aktiv sein dürfte – schließlich lassen sich viele Dienste oftmals nur sinnvoll mit eingeschalteter Ortungsfunktion nutzen.

Diese Daten erfasst Google von Deinem Android-Smartphone

Google speichert demnach sogar Aktivitätsdaten seiner Nutzer, unterteilt nach Laufen, Fahrradfahren oder auch Zug fahren. Zudem erfasst die Android-Software den Luftdruck und, ob das Smartphone mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist oder nicht. Obendrein ermittelt Google die Mac-Adresse des Smartphones, außerdem die Signalstärke und Frequenz von unmittelbar in der Nähe befindlichen Wi-Fi-Netzwerken. Ebenso wird der Akkustand erfasst, und ob das Mobiltelefon gerade mit Energie versorgt wird – selbst an der Spannung der Batterie hat Google offenbar ein Interesse. Dass diverse GPS-Daten ebenfalls ermittelt werden, mag da kaum noch überraschen.

Wer diese Datensammelwut zumindest etwas eindämmen möchte, kann etwa die Standortdaten deaktivieren. Aber: Selbst wenn diese ausgeschaltet sind, werden immer noch einige Daten an Google übermittelt. Deshalb ist klar: Wer ein Android-Smartphone besitzt, gibt unweigerlich Daten preis. Mit gewissen Einstellungen kann das zwar eingedämmt, aber nie gänzlich unterbunden werden.

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