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Sony verrät, warum Android-Updates so lange dauern

Sony zeichnet den Weg einer neuen Android-Version nach.
Sony zeichnet den Weg einer neuen Android-Version nach. (©Sony 2018)

Viele Nutzer fragen sich regelmäßig, warum Android-Updates bei einigen Herstellern so lange dauern. Sony hat nun erklärt, wie aufwendig es ist, eine neue Version von Android auf ein Smartphone zu bekommen.

Android 9.0 Pie ist seit rund zwei Wochen für Pixel-Smartphones erhältlich. Doch bis die meisten Samsung-, Huawei-, LG- und Sony-Nutzer das Update erhalten, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Wer etwa ein Sony Xperia XA2 sein eigen nennt, muss noch bis Anfang 2019 auf Pie warten. Dass das nicht unbedingt an der Faulheit der Hersteller liegt, erklärt Sony nun in seinem Blog anhand einer Infografik.

Zehn Schritte bis zur neuen Android-Version

Unter dem Titel "The Journey of an Android Software Rollout" skizziert der Hersteller in zehn Schritten, was alles getan werden muss, bis eine neue Android-Version beim Endnutzer ankommt. Das Ganze beginnt etwa wenige Wochen vor dem eigentlichen Rollout einer neuen Version, wenn der Hersteller von Google die fertige Entwicklerversion bekommt. In den Schritten 2 und 3 geht es anschließend darum, die eigenen Entwicklertools so anzupassen, dass diese sowohl mit der neuen Software als auch mit der Hardware kompatibel sind.

So bekommt Android den nötigen Hersteller-Touch

Sobald die eigentliche Entwicklung beginnt, konzentriert man sich zumindest bei Sony zunächst auf die Basics wie Anrufe, Benachrichtigungen und Internetverbindungen. Erst wenn diese Grundlagen mit der neuen Android-Version funktionieren, machen sich die Entwickler daran, die Software so zu verändern, dass sie einen ganz eigenen Sony-Touch bekommt. All die kleinen Details, in denen sich das Sony-Android vom Google-Android unterscheidet, werden in dieser Phase implementiert.

Ist das getan, geht es an das Testen. Dabei gibt es sowohl eine interne, als auch eine externe Testphase. Sobald die Tests zur Zufriedenheit der Entwickler abgeschlossen sind, muss die neue Software von verschiedenen Stellen zertifiziert werden. Unter anderem wird in dieser Phase sichergestellt, dass die neue Android-Version alle Anforderungen für Bluetooth- und Wi-Fi-Verbindungen erfüllt.

Auch die Netzbetreiber dürfen ein Wörtchen mitreden

Erst im neunten Schritt geht die Software an die verschiedenen Netzbetreiber. Diese testen die Software erneut, um die Kompatibilität mit ihren Mobilfunknetzen sicher zu stellen. Zudem nehmen einige Anbieter wiederrum eigene Anpassungen an der Android-Software vor und installieren beispielsweise eigene Apps auf den Smartphones. In diesem Fall dauert der Entwicklungszklus sogar noch länger.

Warum es bei iOS- und Pixel-Smartphones schneller geht

Apple-Nutzer oder Besitzer von Google-Pixel-Geräten müssen sich über diese Vorgänge in der Regel keinerlei Gedanken machen. Wenn eine neue Version von iOS oder Android veröffentlicht wird, haben Apple und Google diese ganzen Schritte nämlich schon durchgeführt, sodass es für Außenstehende so aussieht, als würden die Entwickler dort viel schneller arbeiten. In Wahrheit haben diese jedoch in den Monaten zuvor bereits genau die gleiche Arbeit geleistet und die neue Software auf die Geräte abgestimmt.

In zehn Schritten bis zum Release. (© 2018 Sony)
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