SpaceX Falcon Heavy: Elon Musks Super-Rakete erfolgreich gestartet

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Mit dem erfolgreichen Test der Super-Rakete SpaceX Falcon Heavy hat Elon Musk nicht nur einen Tesla ins All geschossen, sondern möglicherweise auch Raumfahrtgeschichte geschrieben. In Zukunft könnten Privatunternehmen wie SpaceX oder Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos das Weltall erschließen.

Man mag von Elon Musk und seinen großspurigen Ankündigungen halten, was man will: Am Dienstag, so scheint es, hat der Südafrikaner mit seiner Weltraumfirma SpaceX aber möglicherweise Raumfahrtgeschichte geschrieben. Vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral startete das Unternehmen die Super-Rakete Falcon Heavy zu einem Testflug. Ein Video des erfolgreichen Starts gibt es unter anderem bei YouTube zu bestaunen.

SpaceX hat die NASA überholt

Bemerkenswert ist der erfolgreich absolvierte Testflug vor allem, weil nicht mehr die Raumfahrtbehörden von Amerika, Russland oder der EU, sondern das Privatunternehmen SpaceX nun offiziell über die stärkste derzeit verfügbare Weltraumrakete verfügt und diese in Zukunft zu Kampfpreisen herstellen könnte. Für kommerzielle Raketenstarts, etwa um neue Kommunikationssatelliten ins All zu bringen, könnte sich SpaceX so zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber für die etablierten Unternehmen und Behörden entwickeln.

Große Teile der Rakete sind wiederverwendbar

Besonders ist die Falcon Heavy aber auch deshalb, weil große Teile der Rakete wiederverwendbar sind. So konnten die beiden Booster-Düsen, welche die Rakete ins All geschossen haben, nach kurzer Zeit wieder erfolgreich landen. Lediglich der mittlere Teil der Rakete scheiterte an der geplanten sanften Landung und zerschellte im Ozean.

In der Transportkapsel an der Spitze der Falcon Heavy steckte übrigens ein Tesla Roadster, den Elon Musk damit offiziell als erstes Auto der Welt ins All geschossen hat. Eine reine PR-Aktion und ein weiterer Beweis für die Spleenigkeit des Multimillardärs, aber im Vergleich zum erfolgreichen Testflug der Rakete wohl eher eine Randnotiz.

Amazon-Boss Bezos bastelt an einer noch größeren Rakete

Ganz ohne Konkurrenz ist Elon Musk aber auch im Raketen-Business nicht: Mit Amazon-Gründer Jeff Bezos werkelt nämlich ein weiterer Multimilliardär an seiner eigenen Super-Rakete. Die "New Glenn" von Blue Origin ist noch nicht ganz fertig, soll aber in ihrer finalen Version noch viel stärker als die Falcon Heavy sein. Der Wettlauf um die Kommerzialisierung der Raumfahrt hat also gerade erst begonnen.

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