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Spotify-Leak: Jetzt sofort alle wichtigen Passwörter ändern

Hunderte geleakter Nutzerdaten des Streaming-Dienstes Spotify sind aufgetaucht.
Hunderte geleakter Nutzerdaten des Streaming-Dienstes Spotify sind aufgetaucht. (©Sorosh Tavakoli 2016)

Durch den Leak einer Passwortliste des Musikdienstes Spotify sind Benutzerdaten und Passwörter von Nutzern in Umlauf gekommen. Da niemand weiß, wie viele Accounts betroffen sind, sollte man seine Passwörter ändern – am besten alle, wenn man identische Geheimwörter für mehrere Dienste nutzt.

Wieder einmal sind geheime und vertrauliche Nutzerdaten an die Öffentlichkeit gelangt. Diesmal ist der Streaming-Dienst Spotify betroffen. Eine Liste mit den Zugangsdaten der Nutzer stammt offensichtlich aber nicht aus einem Hacker-Angriff auf Spotify, sondern aus vielen "normalen" Phishing-Attacken. Betroffen sind mit Sicherheit Hunderte von Nutzern, deren Mailadressen jetzt etwa geändert wurden, berichtet TechCrunch.

Spotify-Leak: Zahl der betroffenen Nutzer unklar

Wie viele Nutzer-Accounts betroffen sind, ist völlig unklar. Im Netz kursieren mindestens einige hundert geknackte Accounts, die Gesamtzahl ist aber unbekannt. Anscheinend ist mindestens ein Teil einer Phishing-Liste mit Spotify-Accounts an die Öffentlichkeit gekommen. Und dann haben sich andere User sofort ans Werk gemacht und sich einige der geleakten Accounts unter den Nagel gerissen.

Das ist besonders ärgerlich, da Spotify einer der Anbieter ist, der das komplette Ändern einer Mailadresse ermöglicht, sodass es sehr schwierig ist, sich einen einmal geknackten Account wiederzuholen. Betroffene Nutzer müssen sich an den Kundendienst von Spotify wenden und dort versuchen zu beweisen, dass ihr Konto gestohlen wurde.

Obwohl Spotify nicht für den Leak verantwortlich sein dürfte, sollte sich jeder Nutzer des Streaming-Dienste klarmachen, dass eventuell auch sein Account betroffen ist. Und besonders wenn man für mehrere Dienste und eventuell auch Zugänge für Steam oder Netflix ähnliche Kombinationen aus Nutzername und Passwort verwendet – was nicht ratsam ist – kann man darüber nachdenken, alle diese Passwörter zu ändern. Denn es ist bekannt, dass Betrüger mit einmal erfolgreichen Kombis es auch bei anderen wichtigen Anbietern versuchen. Und Phishing-Attacken werden immer häufiger, gerade kürzlich kursierte eine iPhone-Phishing-Nachricht. Wer dabei Probleme hat, sich ein Passwort zu merken, der kann etwa einen Passwort-Manager nutzen.

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