Streng geheim! Apple lässt Reparatur-Videos von YouTube entfernen

Wie Apple bei Reparaturen vorgeht, ist eigentlich streng geheim.
Wie Apple bei Reparaturen vorgeht, ist eigentlich streng geheim. (©Adobe Stock/karepa 2018)
Gregor Rumpf Würde sich auch in 10 Jahren noch das iPhone SE kaufen, weil große Smartphones nerven.

Eigentlich sind Apples Reparaturprozesse für iPhone und Co. streng geheim. Nun sind allerdings elf Videos im Netz aufgetaucht, die genau zeigen, wie der Hersteller Dein iPhone repariert. Für die Echtheit spricht unter anderem, dass die Clips inzwischen wieder gelöscht wurden – wir wissen trotzdem, was gezeigt wurde.

Wie Motherboard meldet, wirken die Videos tatsächlich wie richtige Tutorial-Videos, die offenbar von Apple für interne Schulungen verwendet werden. Ob die Clips aus Versehen bei YouTube hochgeladen wurden oder von einem (Ex-)Mitarbeiter veröffentlicht wurden, bleibt unklar. Dass Apple das Geheimnis seiner Reparaturprozesse lieber für sich behalten will, zeigt aber allein die Tatsache, dass alle elf Videos nach kurzer Zeit wieder gelöscht wurden. Verhindern kann Apple damit natürlich nicht, dass die Videos an anderer Stelle bei YouTube wieder auftauchen.

iFixit und Co. sind sehr nah dran

Auch weitere Details sprechen für die Echtheit der Anleitungsvideos: Sie tragen ein Apple-Copyright, der Moderator erwähnt Apple-interne Diagnose-Tests und zudem werden spezielle Werkzeuge verwendet, die Apple selbst herstellt und an niemanden herausgibt. In den Tutorial-Clips ist unter anderem zu sehen, wie ein iPhone X geöffnet wird, um den Akku auszutauschen. Der gezeigte Prozess beweist auch, dass die DIY-Community wie beispielsweise iFixit mittlerweile richtig gut darin geworden ist, den "offiziellen" Weg von Apple zu reproduzieren – ohne jemals zuvor solche Videos gesehen zu haben.

Apple lässt Reparatur-Videos entfernen

Arman Haji, der die Clips zuerst auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte, erklärte gegenüber Motherboard, dass er sie selbst nur bei Twitter entdeckt und heruntergeladen habe. Als sein Account bei Twitter gesperrt wurde, wechselte er zu YouTube – und auch dort ist sein Kanal mittlerweile nicht mehr verfügbar.

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