Studie enthüllt: iPad-Nachtmodus begünstigt das Einschlafen nicht

Ob Du den Nachtmodus auf dem iPad aktivierst oder nicht, ist laut einer neuen Studie egal.
Ob Du den Nachtmodus auf dem iPad aktivierst oder nicht, ist laut einer neuen Studie egal. (©Apple 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Wer dachte, der Nachtmodus auf dem iPhone und iPad würde das Einschlafen erleichtern, dürfte jetzt enttäuscht sein. Eine neue Studie enthüllt: Die wärmeren Farben des Displays haben nur eine geringe Auswirkung auf das Schlafhormon Melatonin, ein tatsächlicher Effekt sei allenfalls psychologischer Natur.

2016 integrierte Apple in iOS den Nachtmodus Night Shift, eine Art Blaulichtfilter. Das Feature filtert auf dem iPhone die Blaulichttöne des Inhalts heraus, die sonst das für den Schlaf wichtige Hormon Melatonin unterdrücken. Der Nachtmodus sorgt so für einen Wechsel des Farbspektrums in einen deutlich wärmeren Bereich. Inhalte lassen sich so auf dem iPhone augenschonender konsumieren.

iPad-Nachtmodus: Keinerlei positive Effekte für den Schlaf

Doch die tatsächlichen Effekte sollen in der Praxis zu vernachlässigen seien, meldet die Webseite Fast Company mit Verweis auf eine neue Studie der Privatuniversität Rensselaer Polytechnic Institute im US-Bundesstaat New York. Demnach habe der iPad-Nachtmodus keinerlei positive Effekte auf das Schlafhormon Melatonin, wenngleich der Farbwechsel hin in einen wärmeren Bereich immerhin einen psychologischen Effekt haben könnte. Ohnehin würden die Nutzer durch andere Faktoren wach gehalten werden, etwa aufgrund der Bildschirmhelligkeit oder durch die Inhalte, die sich auf dem Bildschirm abspielen.

Schon 2013 haben Forscher die negativen Effekte der Tablet-Nutzung während der Dunkelheit untersucht. So zeigte sich, dass Testpersonen bei der Nutzung eines iPad 2 deutlich weniger Melatonin produzierten – nach zwei Stunden Tablet-Konsum um ganze 23 Prozent weniger. In der neuen Untersuchung zeigte sich ein Abfall um 19 Prozent bei einer Einstellung, die dem Standard sehr nahe kommt. In der wärmeren Einstellung fiel die Melatoninproduktion um immerhin nur noch 12 Prozent, was auf den ersten Blick einen positiven Effekt vermuten lässt. Das Ergebnis bewege sich jedoch, hält Mariana Figueiro fest, innerhalb der normalen Fehlerspanne. Ob man den Nachtmodus nutze oder nicht, mache statistisch gesehen keinen signifikanten Unterschied.

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