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Teenager hackt Apple-Server und entwendet 90 GB an sensiblen Daten

Apples Server sind von einem Teenie in Australien gehackt worden.
Apples Server sind von einem Teenie in Australien gehackt worden. (©Andrew Brookes/Cultura/Getty Images 2018)

Ein 16-jähriger Australier muss sich vor Gericht verantworten: Er soll erfolgreich Apples Server gehackt und 90 Gigabyte an sensiblen Daten auf seiner Festplatte gespeichert haben – angeblich habe er so auch Zugriff auf Kundendaten erlangt.

Dabei sei er großer Fan von Apple und würde gern für den iPhone-Hersteller arbeiten, heißt es in einem Bericht der australischen Webseite The Age. Insgesamt 90 GB an "sicheren Dateien" habe der australische Jugendliche von Apples Servern entwendet und auf seiner Festplatte gespeichert – in einem Ordner namens "hacky hack hack". Der 16-jährige soll Apple über einem Zeitraum von etwa einem Jahr gehackt haben und so auch Zugriff auf Kundendaten erlangt haben. Für seine Taten soll er sich unter anderem bei WhatsApp gerühmt haben.

Tatverdächtiger in internationaler Hacker-Szene bekannt

Die Identität des jungen Mannes wurde aufgrund seiner Minderjährigkeit nicht bekannt gegeben. Berichten zufolge handle es sich aber um eine Person, die in der internationalen Hacker-Szene bestens bekannt sei. Um seine wahre Identität zu verschleiern, soll der Australier VPNs und unterschiedliche Systeme genutzt haben. Während seiner Angriffe habe er auch Zugriff auf sogenannte "Authorized Keys" erlangt, die zur Authentifizierung von Nutzern dienen – und eigentlich stark geschützt sind. Bis die Taten entdeckt wurden, so heißt es, habe der Hack "einwandfrei funktioniert".

Seriennummern von Laptops führten zum Hacker

Letztendlich sind ihm die Ermittler aber auf die Schliche gekommen. So konnte Apple die Seriennummern von Laptops identifizieren, die für die Angriffe verwendet werden. Diese meldete der US-Hersteller an das FBI, das wiederum die Australian Federal Police informierte. Die australische Bundespolizei konnte beim mutmaßlichen Täter zwei Laptops, ein Smartphone und eine Festplatte sicherstellen. Apple selbst hat bislang noch kein Statement zu der Angelegenheit abgegeben, soll aber "sehr empfindlich" auf die große öffentliche Aufmerksamkeit reagiert haben.

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