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Telegram-CEO gibt China die Schuld für Cyberattacke auf den Messenger

Angeblich soll China Anfang der Woche Telegram mit einer DDos-Attacke lahmgelegt haben.
Angeblich soll China Anfang der Woche Telegram mit einer DDos-Attacke lahmgelegt haben.

Die beliebte Messenger-App Telegram, die für ihre Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten bekannt ist, hatte in dieser Woche mit Cyberangriffen zu kämpfen. Für die Angriffe macht der Telegram-CEO hauptsächlich die chinesische Regierung verantwortlich, die damit vermutlich die Proteste in Hongkong schwächen wollte.

Telegram gilt dank seiner Verschlüsselung als einer der sichersten Smartphone-Messenger. Anfang dieser Woche war die populäre App jedoch für eine längere Zeit nicht nutzbar. Schuld waren groß angelegte Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS). Wie Telegrams CEO Pavel Durov nun bekannt gab, stammt der Großteil der IP-Adressen, von denen der Angriff ausging, aus China. Er vermutet, dass dies mit den Protesten in Hongkong zusammenhängt, wie phoneArena mit Verweis auf Reuters berichtet.

Wollte China die Demonstranten in Hongkong behindern?

Dank der Verschlüsselung ist Telegram vor allem bei Demonstranten beliebt, die so schnell spontane Aufmärsche organisieren können, ohne zu befürchten, dass Behörden etwas davon mitbekommen. Durov vermutet deshalb, dass China einen groß angelegten Angriff auf den Messenger gestartet hat, um die Formierung von Protesten in Hongkong zumindest zu behindern.

Wie er weiter schreibt, fanden solche Angriffe bereits zuvor statt, ebenfalls zu Zeitpunkten, an denen in Hongkong demonstriert wurde.

200 bis 400 Gigabit Datenmüll pro Sekunde haben den Messenger lahmgelegt

Das Ausmaß des Angriffs war riesig. Angeblich sollen die Server mit 200 bis 400 Gigabit Daten pro Sekunde bombardiert worden sein. Dieser Menge konnten die Server einfach nicht standhalten und die App war über eine längere Zeit nicht nutzbar.

Die chinesische Regierung bestreitet den DDoS-Angriff auf Telegram. Wie der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Geng Shuang gestern vermeldete, sei ihm der Vorfall gar nicht bekannt gewesen.

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