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Tracker in iOS-Apps versenden über Hintergrundaktualisierung Daten

Apple wirbt gern mit dem Schutz der Privatsphäre, über die Hintergrundaktualisierung werden aber persönliche Daten verschckt.
Apple wirbt gern mit dem Schutz der Privatsphäre, über die Hintergrundaktualisierung werden aber persönliche Daten verschckt.

In einem Experiment zur Privatsphäre wurde entdeckt, dass einige Apps auf iOS-Geräten heimlich persönliche Daten an Tracking-Unternehmen senden, wenn die Hintergrundaktualisierung aktiviert ist.

Apple brüstet sich gern damit, eins der Unternehmen zu sein, bei dem die Privatsphäre des Nutzers einen sehr hohen Stellenwert genießt. Auch deshalb wird der Schutz der Privatsphäre gern in Werbespots thematisiert. Offensichtlich nehmen es die Kalifornier aber mit dem Datenschutz doch nicht allzu genau, denn wie Geoffrey Fowler von der Washington Post in einem Experiment mit der Sicherheitsfirma Disconnect nachweisen konnte, kommunizieren einige Apps im Hintergrund fleißig mit Tracking-Firmen. Das berichtet MacRumors.

Tracker nutzen die Hintergrundaktualisierung aus

In dem Experiment verwendete Fowler eine spezielle Software, die ihm anzeigte, was sein iPhone zu welchem Zeitpunkt macht. Dass viele Apps Tracker nutzen und Nutzerdaten versenden, ist gar keine so große Überraschung. Erstaunlich sei für ihn eher die Frequenz gewesen, mit der die Apps die Hintergrundaktualisierung ausnutzten, um Daten an Tracking-Firmen zu senden,

Die Daten, die übermittelt wurden, enthielten Informationen wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Standort, IP-Adresse und noch einiges mehr. Unter den Apps, die ungefragt Informationen nach außen kommunizieren, sind beispielsweise Microsoft OneDrive, Mint, Nike, Spotify oder Yelp.

In dem einwöchigen Experiment konnten insgesamt 5.400 Tracker identifiziert werden. Eine Hochrechnung von Disconnect ergab, dass in einem Monat 1,5 GB an Daten verschickt werden.

Besonders mitteilsam war übrigens die Liefer-App DoorDash. In der Anwendung wurden neun verschiedene Tracker gefunden, darunter auch Facebook und Google Ad Services.

Apple schiebt die Verantwortung auf die Entwickler

Wie Fowler herausstellte, haben iOS-Nutzer keine Möglichkeit, herauszufinden, welche Apps Tracker verwenden und wann Daten verschickt werden. Weiterhin verfüge Apple auch nicht über Tools, welche sie Nutzern zur Verfügung stellen könnten, um sich einen Überblick über die verschickten Daten zu verschaffen.

Auf Nachfrage bei Apple kommentierte das Unternehmen mit einer Standardantwort. Hardware und Software von Apple seien so konzipiert, dass sie fortschrittliche Sicherheit und Privatsphäre bieten. Daten und Services, die Apps eigenständig erstellen, müssen den Richtlinien des Stores entsprechen. Sollte Apple erfahren, dass Apps dagegen verstoßen, werden die Entwickler dazu angehalten, das Verhalten der Programme zu ändern, oder diese werden aus dem Store entfernt.

Fowler selbst schlägt Apple vor, Apps, welche Daten an Dritte weitergeben, zu kennzeichnen, Disconnect wünsche sich hingegen mehr Privatsphäre-Einstellungen für Nutzer von iOS.

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