Kolumne

TURN ON Innovation: Superbook verwandelt Smartphone in Laptop

Das Superbook verwandelt das Android-Smartphone in einen Laptop.
Das Superbook verwandelt das Android-Smartphone in einen Laptop. (©Facebook/The Superbook by Andromium 2016)

Das Betriebssystem Android auf Laptops ist dank Software wie Remix und Co. längst kein Wunschtraum mehr. Das Kickstarter-Projekt Superbook geht allerdings noch einen Schritt weiter – und will gleich das komplette Android-Smartphone in ein vollwertiges Notebook verwandeln.

Android-Smartphones wie das Galaxy S7 oder das HTC 10 haben jede Menge Power unter der Haube. Doch bieten sie auch genügend Performance, um als vollwertiger Laptop durchzugehen? Das zumindest verspricht das neue Kickstarter-Projekt Superbook. Möglich machen soll dies laut Hersteller Andromium eine "Notebook-Hülle" für 99 Dollar. Diese besitzt ein 11,6-Zoll-Display mit HD-Auflösung, ein Keyboard und ein Touchpad sowie einen Akku, der mindestens acht Stunden durchhalten soll. Speicher oder eine Recheneinheit hat das Superbook allerdings nicht – was den niedrigen Preis erklärt. Die Rechenaufgaben sollen nämlich vom Android-Smartphone oder Tablet übernommen werden, das per USB-Kabel an das Superbook angeschlossen wird. Die App Andromium OS, die es schon im Google Play Store gibt, spiegelt dann den Inhalt des Smartphone-Displays auf den Laptop.

Das Superbook – ein Laptop-Leichtgewicht

Die technischen Daten des Superbook lesen sich auf den ersten Blick tatsächlich wenig spektakulär. Dabei sollte man allerdings im Hinterkopf haben, dass das Android-Gerät die eigentliche Rechenarbeit übernimmt und dass der Laptop zudem sehr günstig zu kaufen sein soll.

  • 11,6-Zoll-LCD-Screen mit 768p-Auflösung
  • Abmessungen: 19,3 x 28,7 x 1,8 Zentimeter
  • Gewicht: 0,9 Kilogramm
  • USB Typ-C-Anschluss
  • unterstützt Smartphones mit USB Typ-C und USB Micro-B
  • 8 Stunden Akkulaufzeit, kann Smartphone aufladen
  • QWERTY-Tastatur mit Android OS-Layout
  • Android-spezifische Tasten auf dem Keyboard
  • Multi-Touch-Trackpad
  • je nach Fortschritt der Kickstarter-Kampagne kommen weitere Features wie mehr Akkulaufzeit oder ein Extra-USB-Port hinzu

Mindestens Android 5.0 wird benötigt

Laut Andromium muss das Android-Gerät für eine Verbindung mit dem Superbook den Standard USB On-the-Go (OTG) unterstützen und zudem einen USB Typ-C-Anschluss oder einen USB Micro-B-Port besitzen. Außerdem muss auf dem Smartphone oder Tablet mindestens Android 5.0 Lollipop laufen und ein Dual-Core-Prozessor verbaut sein. Als Mindest-Arbeitsspeicher gibt Andromium 1,5 GB RAM an. Beim internen Speicher werden 25 MB benötigt, 100 MB oder mehr freier Speicher seien aber empfehlenswert.

Das kann das Superbook

Hersteller Andromium verspricht eine vollwertige Laptop-Erfahrung mit dem Superbook. So soll der Nutzer auf dem Notebook wie gewohnt im Internet surfen und arbeiten können. Die komplette Office-Suite soll daher mit der Andromium-App kompatibel sein. Auch tausende Spiele laufen angeblich problemlos auf dem Superbook. Sogar Coden sei auf dem Android-Smartphone-Laptop möglich. Die Einrichtung des Superbook könnte einfacher nicht sein. Der Nutzer muss nur die Andromium-App auf sein Android-Gerät herunterladen und das Smartphone oder Tablet dann per USB-Kabel am Superbook anschließen. Dort wird dann automatisch der Screen-Inhalt des Android-Geräts gespiegelt.

Erfolg im zweiten Anlauf

Das Superbook ist eine echte Erfolgsgeschichte auf Kickstarter. Binnen weniger Stunden nach dem Start der Crowdfunding-Kampagne war das Ziel von 50.000 US-Dollar bereits erreicht. Die Finanzierung läuft noch 23 Tage, bislang sind bereits rund 960.000 US-Dollar zusammengekommen. Für einen Beitrag von 85 Dollar gab es die Basic-Version des Superbook, hier sind allerdings bereits alle Exemplare vergeben. Verfügbar ist das Gerät jedoch noch zum späteren Verkaufspreis von 99 Dollar. Erhältlich sein soll das Superbook ab Anfang 2017 in Gold und Blau.

Die Kickstarter-Kampagne ist übrigens schon der zweite Versuch von Andromium, Android auf einen Laptop zu bringen. Im vergangenen Jahr bestand das System Andromium-Dock allerdings lediglich aus einem Smartphone-Dock mit HDMI und USB-Anschlüssen. Das Finanzierungsziel von 100.000 Dollar wurde damals nicht erreicht.

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