Kolumne

TURN ON Innovation: Acanvas ist der Bilderrahmen der Zukunft

Mit dem Acanvas-Display lassen sich Motive schnell wechseln.
Mit dem Acanvas-Display lassen sich Motive schnell wechseln. (©Facebook/Acanvas 2016)

Das smarte Display Acanvas bringt deutlich mehr Abwechslung in die eigenen vier Wände. Der große Bildschirm zeigt nicht nur beeindruckende Kunstwerke oder Familien-Bilder an, sondern lädt sich sogar selbstständig wieder auf. Gesteuert wird Acanvas bequem per Smartphone-App für iOS und Android.

Bilder an der Wand machen sich in jedem Zimmer gut, doch ein wenig mehr Abwechslung bei den Motiven wäre dennoch wünschenswert. Mitunter hat man sich schlichtweg sattgesehen. Doch jedes Mal das Bild austauschen ist eine Arbeit, die nicht innerhalb einer Minute vonstattengeht. Dieses Problem will das Unternehmen Acanvas mit seinem gleichnamigen Display lösen. Acanvas ist ein Startup, das vom südkoreanischen Hersteller LG ins Leben gerufen wurde – viele Entwickler arbeiteten zuvor an Projekten für LG.

Acanvas wartet mit brillantem Full HD-Display mit 23 Zoll auf

Das Display misst in der Diagonale 23 Zoll und löst in Full HD auf. Das IPS-LCD-Panel mit LED-Backlight bietet einen Betrachtungswinkel von 178 Grad. Im Inneren des Gehäuses verrichtet ein Cortex ARM9-Prozessor mit einer Taktung von 1 GHz seinen Dienst, als Unterstützung dienen 1 GB Arbeitsspeicher. Die interne Speicherkapazität beträgt 8 GB. Ohne Rahmen wiegt das Display 4,9 Kilogramm, mit Rahmen sind es 6,5 Kilogramm. Acanvas lässt sich wahlweise mit oder ohne Rahmen aufhängen, dieser steht in den Farben Schwarzbraun oder Silber zur Auswahl. Auf Wunsch lässt sich auch ein individueller Rahmen anfertigen.

Acanvas-Frame fullscreen
Acanvas-Frame1 fullscreen
Acanvas-Frame2 fullscreen

Akku bietet Laufzeit bis zu 5 Stunden und wird per Kordel aufgeladen

Doch wie bekommt das Panel überhaupt Strom? Ein nerviges und unschönes Stromkabel würde den Eindruck zweifelsohne trüben. Daher haben sich die Macher hier etwas ausgedacht, das stimmig ist. Verbaut wurde ein Akku mit einer Kapazität von 6850 mAh – was laut Hersteller eine Laufzeit von vier bis fünf Stunden ermöglichen soll.

Der Clou an der Sache: In die Steckdose wird lediglich eine Ladestation eingesetzt, eine ausfahrbare Kordel fährt zum Aufladen in die portable Station. So lässt sich Acanvas prima laden, wenn man unterwegs ist. Ein Sensor erkennt zudem Dunkelheit und lädt das Gadget selbstständig, wenn alle schlafen. Diese clevere Lösung hat aber auch einen Nachteil: Das Display kann nur im Hochformat aufgehangen werden, für ein Querformat ist die ausfahrbare Kordel nicht ausgelegt.

fullscreen
Der Ladevorgang geht mit einer ausfahrbaren Kordel vonstatten. (©Kickstarter/Acanvas 2016)

Per Smartphone-App für iOS und Android wird das Motiv gewählt

Nachdem der digitale Bilderrahmen seinen Platz gefunden hat, muss er nur noch per WLAN mit dem Heimnetzwerk verbunden werden. Welche Bilder oder Kunstwerke auf Deinem Bildschirm angezeigt werden, entscheidest Du unkompliziert per Smartphone-App auf Deinem iPhone oder Android-Smartphone. Während die iOS-App bereits ab Oktober erhältlich sein soll, müssen sich Android-User noch voraussichtlich bis Dezember mit ihrer Lieferung gedulden.

fullscreen
Die Motive lassen sich per Smartphone-App unkompliziert wählen. (©Kickstarter/Acanvas 2016)

Im Showcase "Art Stations" findet man unzählige kuratierte Kunstwerke, die von klassisch bis modern reichen. Dieser Service ist allerdings kostenpflichtig und soll jährlich mit rund 120 US-Dollar zu Buche schlagen. Natürlich lässt sich Acanvas aber auch ohne "Art Stations" nutzen – dann aber eben nur mit eigenen Bildern. Wer das Kickstarter-Projekt jedoch finanziert, bekommt eine einjährige Mitgliedschaft gratis mit dazu.

Welches Bild letztlich den begehrten Platz in Deinem digitalen Rahmen erhält, kannst Du sogar von unterwegs entscheiden. Dank Cloud-Zugriff ist es unkompliziert möglich, das Motiv von überall auf der Welt auszutauschen. Videos oder GIFs werden derzeit nicht unterstützt, der Support dafür stehe laut den Machern jedoch auf der To-Do-Liste. Ähnlich verhält es sich mit Medieninhalten von Flickr, Instagram oder anderen Diensten. Eine Einbindung derlei Anbieter werde noch geprüft.

In der App lassen sich mehrere Acanvas-Displays verwalten

fullscreen
Das Motiv kann über mehrere Displays gestreckt werden. (©Facebook/Acanvas 2016)

Doch egal, ob man auf die Motive der Künstler zurückgreifst oder eigene Inhalte darstellt: Damit das Bild auf dem 23-Zoll-Display angezeigt wird, kann es innerhalb der App zugeschnitten werden. Dank der Vorschau sieht man auf dem Smartphone das Bild so, wie es auch auf dem großen Bilderrahmen dargestellt wird. Wer gleich mehrere Acanvas-Bilderrahmen verwenden will, kann diese gemeinsam in der App verwalten. So kann sich ein Motiv gleich über mehrere Bildschirme erstrecken – dadurch ergeben sich tolle gestalterische Möglichkeiten.

fullscreen
Das Bild kann in der App zugeschnitten und als Vorschau angezeigt werden. (©Kickstarter/Acanvas 2016)

Vorbehaltlich der Finanzierung erfolgt die Auslieferung ab Oktober

Als Finanzierungsziel haben die Macher 100.000 US-Dollar angegeben, nach derzeitigem Stand sind bereits mehr als 90.000 US-Dollar zusammengekommen. Gute drei Wochen verbleiben also noch, wenn man sich an diesem Crowdfunding-Projekt finanziell beteiligen möchte. Das günstigste Paket zu 299 US-Dollar ist bereits vollständig vergriffen, die nächste Stufe kostet bereits 399 US-Dollar. Dafür erhält der Unterstützer neben Acanvas an sich auch einen passenden Rahmen in der Farbe seiner Wahl (Schwarzbraun oder Silber) und eine einjährige Mitgliedschaft des Abodienstes "Art Stations". Für iOS-User wird das Gerät ab Oktober ausgeliefert, Android-Besitzer erhalten Acanvas ab Dezember.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben