Kolumne

TURN ON Innovation: DR!FT – Modellauto mit echter Fahrphysik

DR!FT will in Sachen Realismus Maßstäbe setzen.
DR!FT will in Sachen Realismus Maßstäbe setzen. (©Sturmkind GmbH 2016)

Das Kickstarter-Projekt DR!FT ist ein Modellauto, das realistischen Fahrspaß verspricht. Anders als sonst bei derlei Systemen üblich, richten die Macher den Fokus auf eine realistische Fahrphysik. Hier entscheidet keine KI über Deinen Erfolg, sondern einzig und allein Dein fahrerisches Können.

"Wir haben eine Rennsimulation in die reale Welt hinein erweitert", verspricht das deutsche Unternehmen hinter dem Kickstarter-Projekt DR!FT, das per Crowdfunding finanziert werden soll. Und schaut man sich die Detailverliebtheit an, ist man dazu geneigt, dieser Aussage zuzustimmen. Normale Modellautos machen zwar Spaß und lassen sich meist ziemlich unkompliziert steuern – mit einem realistischen Fahrgefühl haben die Modelle jedoch wenig gemein.

DR!FT will das ändern. Das ambitionierte Ziel: Die komplette Fahrphysik eines echten Rennwagens soll durch DR!FT simuliert werden. Ob auf dem Fußboden, im Büro oder gar auf dem Küchentisch – die Mini-Flitzer garantieren auf vielen Oberflächen eine ideale Performance. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Untergrund eben sein muss. Ein festes Bahngleitsystem benötigst Du nicht. Geladen werden die Rennwagen einfach per USB-Kabel, der integrierte Akku soll eine Renndauer von bis zu 30 Minuten ermöglichen.

DR!FT-Flitzer im Maßstab 1/43 – mit Motorensound und Reifengeräuschen

Wirft man einen Blick auf die Features eines Wagens, lässt sich die Präzision und Liebe zum Detail der Entwickler sofort erahnen. Gefertigt werden die Modelle im Maßstab 1/43. Bei einem Originalvorbild mit einer Länge von 4,6 Metern bringt es ein DR!FT-Auto auf eine Länge von 107 Millimetern. Die simulierte Masse beträgt dabei 1,6 Tonnen. Detailgetreu ist auch die Geschwindigkeit, die ebenfalls im Maßstab 1/43 simuliert wird. Das umfasst im Klartext eine maßstäbliche Beschleunigung sowie realistische Bremswege und Höchstgeschwindigkeiten. Und was darf nicht fehlen, wenn es um Realismus geht? Richtig, der passende Sound. Nicht nur der Motorensound ist dem Vorbild nachempfunden, sondern auch die Brems- und Reifengeräusche.

"Das ist ja wohl der größte Spaß! Ich seh jetzt schon vor mir, die ganzen Herrenparties mit 10 Autos auf einer virtuellen Nordschleife bei mir zu Hause im Büro!"
Smudo, Sänger

Über die Smartphone-App kannst Du das Modell sogar tunen

Doch damit nicht genug: Die Modelle lassen sich sogar tunen. Über eine kostenlose App für iOS und Android kannst Du das Fahrzeug-Setup konfigurieren, Teile fürs Tuning kannst Du per In-App-Kauf beziehen. Zudem kannst Du aus verschiedenen Fahrstabilitätsprogrammen wählen. Im Maßstab 1/43 wurde die Fahrdynamik abgebildet. Die Antriebskonzepte RWD, AWD und FDW lassen sich simulieren, Driften und Schleudern sind ebenso möglich wie ein Über- und Untersteuern. Natürlich verliert das Fahrzeug bei instabilen Zuständen nicht wirklich den Kontakt zum Boden. Ein innovatives Antriebskonzept, das zum Patent angemeldet ist, sorgt aber für eine entsprechende Simulation.

Feedback per Vibration und Emergeny-Feature für den Notfall

Kommen wir zur Kernfrage: Wie werden die Modelle gesteuert? Einen Controller gibt es nicht, die Bedienung erfolgt über eine Smartphone-App für iOS und Android. Dabei vereint die App Controller und Rennspiel in einer Anwendung. Schlägst Du etwa das Lenkrad voll ein oder untersteuerst Du Deinen Wagen, erhältst Du ein Vibrationsfeedback. Die vollproportionale Steuerung umfasst Lenkung, Gas, Handbremse und Bremse. Soll das Vehikel unverzüglich gestoppt werden, gelingt dies mithilfe der Emergency-Funktion. Dazu wird das Smartphone-Display einfach nach unten gehalten werden.

Fahrzeug und Smartphone kommunizieren per Bluetooth. Die Steuereingaben, welche für die Berechnung der Fahrzeugbewegungen wichtig sind, werden direkt an das Modell gesendet. Zugleich liefert der Flitzer die Sensorwerte direkt für die Auswertung an die App. Die verbaute Sensorik ist nicht nur komplex, sondern auch updatefähig. Sowohl die App als auch die Fahrzeuge können so ständig weiterentwickelt werden, nicht zuletzt mit Unterstützung der Kickstarter-Community.

DR!FT-Flitzer ab 129 Euro, Auslieferung ab August 2017

Wer das Projekt finanzieren will, hat dafür noch gut einen Monat Zeit. Die Macher haben als Ziel die Summe 80.000 Euro angegeben, mittlerweile sind jedoch mehr als 100.000 Euro zusammengekommen. Einsteigen kannst Du derzeit noch für 129 Euro. Dafür erhältst Du neben dem DR!FT-Flitzer samt Ladekabel sogar einen Reifenreiniger. In den Farben Rot oder Silber kannst Du das Modell ordern. Die Auslieferung von DR!FT soll ab August 2017 erfolgen. Außerdem weisen die Macher darauf hin, dass die iOS-App möglicherweise erst einige Wochen nach der Android-Version erscheinen könnte.

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