Kolumne

TURN ON Innovation: Edler Hörgenuss pur mit dem Como Audio Amico

Der Como Audio Amico ist ein edler WLAN-Lautsprecher.
Der Como Audio Amico ist ein edler WLAN-Lautsprecher. (©Como Audio 2017)

Tom DeVesto ist ein echter Audio-Gott – ein Branchenveteran, der in den letzten 30 Jahren schon zwei bei Kennern berühmte HiFi-Firmen gegründet hat und jetzt an seiner dritten Karriere mit der neuen Firma Como Audio arbeitet. Mit dem Amico bringt DeVesto jetzt bei Kickstarter das dritte Produkt des jungen Unternehmens auf den Markt: einen smarten WLAN-Lautsprecher.

Das Kickstarter-Projekt Como Audio Amico ist ein simpel und auch ohne App zu bedienendes WLAN-Audio-System, das sich über mehrere Räume synchronisieren lässt. Es besteht im Grunde aus einer Soundbox in einem stabilen Holzkasten mit Hoch- und Mittelton-Lautsprechern und einem Display mit einigen Reglern und Schaltern, über die das Gerät bedient wird. Dass es auch ohne App geht, ist ein interessantes Konzept, auch weil das Amico durchaus in der Lage sein dürfte, mit der arrivierten Konkurrenz etwa durch Sonos mitzuhalten – zu einem etwas günstigeren Preis allerdings.

Amico-Box ist bei Kickstarter gut angekommen

Bei der Finanzierungs-Community auf Kickstarter ist die Box gut angekommen: Obwohl das Projekt noch 30 Tage läuft, sind schon knapp 123.000 US-Dollar in der Kasse gelandet. Dabei wollte Tom DeVesto ursprünglich nur 50.000 US-Dollar haben. Damit ist aber auch klar, dass auch bei Como Audio Amico Kickstarter vor allem als Marketing- und Werbeplattform dient, denn der smarte audiophile Lautsprecher ist natürlich lange konzipiert und auch finanziert. Mit alleine 50.000 Euro ließe sich eine solche Entwicklung niemals bezahlen.

 Audio-Veteran Tom DeVesto bietet sein neuestes Produkt auf Kickstarter an. fullscreen
Audio-Veteran Tom DeVesto bietet sein neuestes Produkt auf Kickstarter an. (©Como Audio 2017)

Wenn ein Audio-Veteran wie Tom DeVesto – er gründete Cambridge Soundworks und Tivoli Audio mit – ein Produkt präsentiert, dann muss dieses besonderen Qualitätsansprüchen genügen: Der Amico besteht aus dickem, stabilen Sperrholz, wie es auch im Bootsbau verwendet wird und das Furnier ist helles Teak. Durch den kräftigen Korpus soll das Gerät in der Lage sein, "großen" und raumfüllenden Klang zu erzeugen, so der Erfinder. Ein Smartphone ist für die Musikübertragung nicht nötig, denn der Amico kann sich beispielsweise in jedes WLAN einklinken und die musikalischen Daten dann direkt aus dem Netz saugen.

Spotify oder Medien-Server: Wichtige Streaming-Funktionen eingebaut

Das geht entweder über den Streaming-Dienst Spotify, über einen DLNA-Media-Server oder per eingebautem Internet-Radio. Damit lassen sich beispielsweise über 30.000 Sender empfangen. Da das Gerät transportabel ist, kann man es überallhin dort mitnehmen, wo man ein entsprechendes WLAN-Netz hat. Da der Amico aber außerdem auch einen UKW-Empfänger besitzt, lässt sich etwa auch per DAB+ Musik über die normalen lokalen Radiosender hören wie im Autoradio.

Im Mittelpunkt der Konzeption des Amico hat laut Tom DeVesto vor allem die einfache Bedienbarkeit gestanden. Eine Fülle von Möglichkeiten Musik zu hören, soll mit  nur einem Knopfdruck verfügbar sein. Dazu kommt eine lange Akkulaufzeit mit bis zu acht Stunden bei 60 Prozent Lautstärke. Um wieder voll geladen zu sein, benötigt der Amico vier Stunden. Der Hersteller spricht in diesem Zusammenhang von "nur 4 Stunden", ich empfinde diesen Zeitraum aber als nicht unbedingt kurz. Der Akku im Wert von etwa 50 Dollar ist jedenfalls im Preis des Geräts enthalten.

Der Amico von Como Audio macht im Regal eine ebenso gute Figur wie ... fullscreen
Der Amico von Como Audio macht im Regal eine ebenso gute Figur wie ... (©Como Audio 2017)
... etwa im Badezimmer oder auch ... fullscreen
... etwa im Badezimmer oder auch ... (©Como Audio 2017)
... draußen am See und natürlich ... fullscreen
... draußen am See und natürlich ... (©Como Audio 2017)
... auch im Garten. fullscreen
... auch im Garten. (©Como Audio 2017)

Amico funktioniert komplett ohne App – aber auch mit

Obwohl der Como Audio Amico auch komplett ohne App funktioniert, gibt es eine Anwendung für Mobilgeräte. Sie eignet sich für Spezialisten, die noch mehr an den Einstellungen basteln wollen und um die Bedienung noch etwas bequemer zu machen. Mit der App lässt sich die Soundbox außerdem fernsteuern. Es wird aber auch eine separate Fernsteuerung mitgeliefert, damit sich die smarte Box wirklich auch absolut ohne Smartphone bedienen lässt.

Sehen lassen können sich die technischen Daten der Box: Neben WLAN und Bluetooth hat das Gerät eine NFC-Schnittstelle, um eine Bluetooth-Verbindung schnell aufzubauen. Es kann auch "exotische" Formate wie WMA und Flac verarbeiten und hat vor allem auch einen analogen Line-in-Eingang, sodass man seinen Musikspeicher einfach auch per Klinken-Kabel anschließen kann. Ein Wecker mit Schlummerfunktion ist fest eingebaut und der Verstärker liefert satte 2 x 30 Watt. Natürlich arbeitet die neue Box auch mit den anderen bereits auf den Markt befindlichen Geräten von Como Audio zusammen und lässt sich mit diesen ebenso synchronisieren wie mehrere Boxen untereinander.

 Ein solides und optisch ansprechendes Gerät im Retro-Look mit vielen Anschlüssen. fullscreen
Ein solides und optisch ansprechendes Gerät im Retro-Look mit vielen Anschlüssen. (©Como Audio 2017)

Kein ganz billiges Gerät, sehr hohe Versandkosten

Und was kostet das alles? Ganz billig sind so viel Ausstattung und Qualität nicht: 260 Dollar beträgt das momentan günstigste Angebot für die Box, für Deutschland kommen noch einmal fast schon freche 75 Dollar an Versandkosten hinzu. Mit Steuern und Zoll könnte die Gesamtsumme dann an die 380 Euro betragen – wenig ist das nicht. Im Laden wird das Gerät später sicher aber an die 450 oder sogar knapp 500 Euro kosten, insofern ist das Angebot jetzt eindeutig noch ein Schnäppchen. Und Branchenveteran Tom DeVesto steht eben auch für kompromisslose Qualität.

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