Kolumne

TURN ON Innovation: EverCam – Die smarte Wireless-Überwachungskamera

Völlig kabellos: Die smarte Überwachungskamera EverCam.
Völlig kabellos: Die smarte Überwachungskamera EverCam. (©Eufy Security 2018)

Das Kickstarter-Projekt EverCam übernimmt die Überwachung in Deinem Haus oder auf Deinem Grundstück. Das Besondere daran: Die Überwachungskamera funktioniert komplett kabellos und bietet eine lange Akkulaufzeit von 365 Tagen. Was die Cam sonst noch so kann, verrät TURN ON Innovation.

Eine ordentliche Überwachungskamera ist im Smart Home in vielen Haushalten ein elementarer Bestandteil. So erfährst Du stets, was sich auf Deinem Grundstück gerade so abspielt, die Bilder werden dabei bequem über eine Smartphone-App übertragen, auf Wunsch per Push-Benachrichtigung.

Das Problem: Kameras ohne Kabel sind quasi nicht existent, und wenn doch, muss der Akku meist alle zwei Monate aufgeladen werden – nicht so bei EverCam. Das Crowdfunding-Projekt wird derzeit auf Kickstarter finanziert und verspricht vor allem eine lange Akkulaufzeit von einem Jahr. Die Technik dafür stammt vom Batteriespezialisten Anker.

Von Grund auf kabellos entwickelt

Komplexe Installationen, kurze Batterielaufzeiten, häufige Fehlalarme, schlechte Bildqualität und monatliche Abogebühren für die Nutzung der Cloud – all das suchst Du bei EverCam vergebens. Stattdessen schickt sich die Anker-Tochterfirma aus Seattle an, alle möglichen Kritikpunkte bei Überwachungskameras anderer Hersteller auszumerzen.

Entwickelt wurde die Cam von Grund auf unter dem Aspekt eines völligen Verzichts auf Kabel. Sprich: Du musst nicht mehr Löcher in die Wand bohren, um etwa das Stromkabel in das Innere Deines Hauses zu verlegen. Stattdessen bringst Du einfach nur die Halterung an die Häuserwand an, auf den meisten metallischen Oberflächen kann die Kamera einfach so angebracht werden – einfacher geht es nicht.

Scharfe 1080p-Auflösung und lokale Speicherung

Werfen wir zunächst einen Blick auf die technischen Details: Inhalte werden in scharfen 1080p aufgezeichnet, zudem kann die Cam Menschen identifizieren und verfügt über eine Gesichtserkennung. Der Blickwinkel beträgt 140 Grad und die Weitsicht bei Nacht bis zu zehn Meter. Dank IP66-Zertifizierung ist die Cam gegen Staub und Regen geschützt.

Gespeichert werden die Daten nicht wie sonst oft üblich in der Cloud, sondern lokal auf einer Speicherkarte mit 16 GB Kapazität. Das hat den Vorteil, dass keine monatlichen Abogebühren für einen Cloud-Service anfallen. Nachteil: Ein Dieb könnte die Cam samt Speicherkarte entwenden, womit Du nicht an die Aufnahmen kommen würdest. Das System soll aber unberechtigtes Entwenden erkennen und das mit einem 100-Dezibel-Alarm quittieren.

3-stufiger Prozess soll Fehlalarme minimieren

Nervige Fehlalarme will EverCam durch einen 3-stufigen Scan- und Filterprozess nahezu ausschließen. Die Entwickler versprechen eine Reduzierung von fehlerhaften Alarmen um bis zu 95 Prozent. Freunde und Familienmitglieder können im System hinterlegt werden, damit dieser Personenkreis keinen Alarm auslöst.

In der ersten Phase erfasst die Cam über einen Infrarotsensor die Bewegung von Objekten, im zweiten Schritt erkennt die intelligente Software dann, ob es sich um einen echten Menschen oder womöglich nur um ein Tier handelt. Im letzten Schritt wird das Gesicht analysiert und per Datenbank abgeglichen, ob es sich um eine vertrauenswürdige Person handelt oder nicht.

Release im September 2018

Das Projekt befindet sich derzeit auf der Überholspur bei Kickstarter: Einsammeln wollten die Macher ursprünglich um die 40.000 Euro – mittlerweile sind jedoch mehr als 680.000 Euro zusammengekommen, Tendenz steigend. Noch fast zwei Monate hast Du Zeit, wenn Du Dich an dem Projekt finanziell beteiligen möchtest. Einsteigen kannst Du zu einem Preis ab 219 US-Dollar. Das entspricht einer Ersparnis in Höhe von 110 Dollar gegenüber dem Release-Preis, der bei 329 Dollar liegen soll. Die Auslieferung soll im September 2018 starten.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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