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TURN ON Innovation: iKeybo – die vielseitigste Laser-Tastatur

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iKeybo2 (©Serafim 2016)

Das Kickstarter-Projekt iKeybo ist eine virtuelle Tastatur, welche die Tasten per Laser auf eine Fläche projiziert. Das Konzept ist nicht neu, aber iKeybo bringt einige praktische Features mit, etwa runde Tasten. Zugleich kann das Keyboard genutzt werden, um unterwegs Musik aufzunehmen oder das Smartphone zu laden.

Bislang funktionierten virtuelle mobile Tastaturen mehr schlecht als recht. Doch das Kickstarter-Projekt iKeybo will das ändern. Das runde Tastaturlayout, das in vier Sprachen zur Verfügung steht, soll eine besonders akkurate Tasteneingabe ermöglichen. Doch auf reine Schreibarbeiten lässt sich iKeybo nicht reduzieren. Unterwegs mal schnell ein paar Pianoakkorde oder Gitarrenriffs aufnehmen? Mit iKeybo kein Problem. Die Akkulaufzeit soll ein kontinuierliches Schreiben von bis zu zehn Stunden ermöglichen. Wer will, kann den Energiespeicher auch dazu nutzen, um unterwegs das Smartphone mit Strom zu versorgen.

Patentierte Technologie mit einer Bildrate von 90 Hz

Schon allein mit seinen technischen Daten will sich die Tastatur von vergleichbaren Produkten abheben. So arbeitet iKeybo mit einer kontaktlosen Technologie bei einer Bildrate von 90 Hz. Normalerweise erfassen virtuelle Keyboards die Eingaben mithilfe einer Kamera, iKeybo hingegen vertraut auf eine eigens patentierte Technologie. Die projizierte Oberfläche misst 268 x 105 Millimeter, darauf finden 78 Tasten Platz. Der Infrarotweitwinkel soll bis zu 125 Grad betragen, herkömmliche Keyboards sollen nur bis zu 90 Grad bieten. Die Macher geben eine Reaktionszeit von weniger als 11,11 Millisekunden an. Konkurrenzprodukte benötigen bis zu 33,34 Millisekunden. iKeybo erfasst Eingaben also bis zu dreimal schneller. Der Energiespeicher fasst 2000 mAh Kapazität, was eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden ermöglichen soll. Verbunden wird das Eingabegerät entweder kabellos per Bluetooth oder auch per USB.

Zum Start soll iKeybo vier unterschiedliche Tastaturlayouts bieten: Englisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch. Wann und ob auch ein deutsches Tastaturlayout verfügbar sein wird, ist nicht bekannt, die Macher nehmen aber Vorschläge für weitere Sprachen entgegen. Anders als viele andere Keyboards setzt iKeybo nicht auf rechteckige Tasten, die dicht an dicht platziert sind. Stattdessen kommen runde Ziffern und Buchstaben zum Einsatz. Fehlerhafte Eingaben sollen damit möglichst vermieden werden. Praktisch: Das Gerät kann als Halter für ein Smartphone genutzt werden, im Quer- als auch Hochformat. Das soll sich laut den Entwicklern besonders gut für Live-Streaming oder die Aufzeichnung von Videos eignen.

 iKeybo wartet mit einer Halterung für das Smartphone auf. fullscreen
iKeybo wartet mit einer Halterung für das Smartphone auf. (©Serafim 2016)

iKeybo als virtuelles Musikinstrument

Auch für Musiker hält die Laser-Tastatur einige hilfreiche Features bereit. So lässt sich iKeybo mithilfe einer App als Virtual Studio nutzen, auf Knopfdruck können vier unterschiedliche Instrumente projiziert werden: Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug. So kann man unterwegs nicht nur einfach und unkompliziert Musik auf einem Instrument spielen, sondern mögliche Songideen direkt digital festhalten. Mit einer Smartphone-App wird man zudem die Helligkeit der projizierten Tastatur einstellen können. Zudem kann so der Akkustand abgefragt werden. Entwickler können mithilfe des SDK den Support für iKeybo für iOS- und Android-Apps integrieren.

Das Projekt wird noch mehr als einen Monat auf der Crowfunding-Plattform Kickstarter finanziert. Einsammeln wollten die Macher mindestens 50.000 US-Dollar, zusammengekommen sind bereits annähernd 100.000 US-Dollar. Der offizielle Ladenpreis soll bei 149 US-Dollar starten, einsteigen kann man derzeit noch für 89 US-Dollar. Wie üblich stehen unterschiedliche Pakete für die Unterstützer zur Auswahl bereit. Im Mai 2017 soll die Auslieferung von iKeybo an die Finanzierer erfolgen.

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