TURN ON Innovation: Loopy – der KI-Roboter für Kinder

Loopy
Loopy (©LocoRobo Innovations Inc. 2018)
Gregor Rumpf Würde sich auch in 10 Jahren noch das iPhone SE kaufen, weil große Smartphones nerven.

Roboter müssen nicht immer besonders menschenähnlich aussehen oder zur Arbeit in Fabriken dienen – sie können auch Kindern spielend leicht den Umgang mit Technik und das Programmieren beibringen. Das Kickstarter-Projekt Loopy ist dabei ein besonders putziger Vertreter.

Was den kleinen Lernroboter Loopy von anderen Vertretern seiner Art unterscheiden soll, ist seine selbstlernende künstliche Intelligenz. Laut Hersteller LocoRobo Innovations soll das Kickstarter-Projekt dank seiner KI "mit der Zeit lernen und wachsen, personalisierte Antworten liefern und mit der Welt interagieren".

Für Vorschulkinder geeignet

Nach Angaben von LocoRobo ist Loopy für Kinder ab vier Jahren geeignet. Das kleine Roboterchen kann sogar ohne App-Verbindung genutzt werden, was ihn von vielen Konkurrenten auf dem Markt unterscheidet. Loopy reagiert vielmehr auf Berührungen, Licht, Ton, Nähe, Temperaturänderungen und Bewegungen mit mehr als 250 Sätzen und Antworten.

Der Roboter ist dafür mit insgesamt sieben Sensoren ausgestattet, die auf verschiedene Umwelteinflüsse reagieren. So kann ein Kind Loopy etwa kitzeln, ihn auf den Kopf stellen oder sich von hinten anschleichen – der elektronische Freund wird dies jeweils mit der passenden Reaktion quittieren.

Das Design von Loopy fällt kindgerecht aus. Der kleine Roboter erinnert in seiner Form an ein Überraschungsei, seine Augen und vor allem sein Kopf können bunt leuchten und sollen so Aufschluss über seinen aktuellen "Gemütszustand" geben.

Interaktion mit Roboter schaltet mehr Funktionen frei

Um Kindern spielerisch den Umgang mit dem Roboter beizubringen, hat Loopy vier "Level", die durch Interaktion mit dem kleinen Gerät freigeschaltet werden können. Jeder Level bietet neue Spiele wie "Simon says" oder Verstecken, neue Features und vorher unbekannte persönliche Eigenarten. So kann Loopy im ersten Level nur seine Muttersprache und noch kein Englisch. Zudem muss dem Roboter erst ein wenig Benehmen beigebracht werden. Im vierten Level hingegen hat Loopy schon eine eigene Persönlichkeit entwickelt und auch nicht unbedingt immer Lust auf das gleiche Spiel.

Obwohl für das Spielen mit Loopy keine App-Verbindung notwendig ist, bietet der Hersteller LocoRobo trotzdem eine Smartphone-Anwendung an, die noch mehr Interaktionen ermöglicht. Mit der kostenlosen App namens My Loopy für iOS und Android können Kinder auf eine vereinfachte Programmier-Plattform auf Basis von STEM (Science, Technology, Engineering und Maths) zugreifen. Dort kann der Nachwuchs dann sogar eigene Antworten für Loopy festlegen oder individuelle Songs einstellen, die der Roboter anschließend abspielt.

Spielend programmieren lernen
Die Lernroboter von Lego, Anki und Sphero sollen Kindern ebenfalls spielend das Programmieren beibringen – TURN ON hat sie im Video einem Test unterzogen.

Loopy erscheint im September 2018

Bis zum geplanten Finanzierungsziel von rund 17.000 Euro ist es für Loopy aber noch ein weiter Weg. Bislang sind durch 34 Unterstützer erst etwa 3.000 Euro zusammengekommen – die Kickstarter-Kampagne läuft allerdings auch noch 29 Tage. Wer sich an dem Crowdfunding-Projekt beteiligen will, kann sich für 42 Euro (Frühbucher-Version) beziehungsweise 60 Euro (normale Edition) einen Loopy sichern. Der Roboter soll im September 2018 ausgeliefert werden.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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