Kolumne

TURN ON Innovation: Mit MOAI gibt's Fernsehen aus dem Aquarium

Mit MOAI lassen sich faszinierende Bilder aufzeichnen.
Mit MOAI lassen sich faszinierende Bilder aufzeichnen. (©MOAI 2017)

Wer ein Aquarium hat, sieht seinen Fischen gerne beim Herumschwimmen zu. Mit dem Aquariumsroboter MOAI ist es möglich, ganz dicht an seine Wasserbewohner heranzurücken und alle Details des Lebens im Wassertank genau mitzubekommen – und das per Smartphone-Fernsteuerung sogar von unterwegs.

Die Finanzierungs-Community Kickstarter war immer auch für ungewöhnliche Projekte gut, etwa für das Quallen-Aquarium. Mit Aquaristik wollen auch die Macher des Kickstarter-Projektes MOAI die Mitglieder der Community davon überzeugen, dass es Sinn macht, Geld zu geben. Das klappt ziemlich gut, denn bislang haben schon fast 480 Unterstützer knapp 114.000 US-Dollar eingezahlt. Es könnte sogar noch mehr werden, denn bis zum Ende des Finanzierungszeitraums sind es noch 19 Tage.

 MOAI  wird per App gesteuert. fullscreen
MOAI  wird per App gesteuert. (©MOAI 2017)

Bilder aus der Unterwasserwelt plus Scheibenreinigung

Der Aquariums-Roboter MOAI hat gleich mehrere Funktionen: Erstens sendet er Bilder aus dem Glastank auf das Smartphone des Nutzers und zweitens hält das Gerät außerdem noch die Glaswände sauber, sodass man immer den Durchblick behält. Ich bin zwar kein Besitzer eines Aquariums, finde die Idee und das Gerät aber dennoch spannend. Denn die Bilder aus der Mini-Unterwasserwelt im Wohnzimmer könnten schon sehr faszinierend aussehen. Und wenn beim Spannen gleich die Scheiben geputzt werden, ist das eine gute Idee.

MOAI ist im Grunde sehr einfach aufgebaut. Die Kamera wird mit starken Magneten an der Glaswand festgehalten und filmt das Geschehen drinnen mit einer Weitwinkelkamera. Mit kleinen Gummirollen wird die Kamera auf der Scheibe bewegt und der Magnet innen rutscht mit. Zwischen Magnet und Glasscheibe sitzt ein Reinigungspad, mit dem die Scheibe geputzt wird.

Elektronisches Positions-System sorgt für Orientierung

Ein elektronisches Positionierungssystem sorgt dafür, dass die Scheibe systematisch Streifen für Streifen abgefahren wird. In einer Ecke klemmt eine Ladestation. Immer wenn die Akkuladung zur Neige geht, fährt MOAI zur Basisstation zurück und zapft von dort neuen Strom. Alles ganz automatisch, verspricht der Hersteller.

 MOAI wird mit einem Magneten festgehalten. fullscreen
MOAI wird mit einem Magneten festgehalten. (©MOAI 2017)

Die Kamerafahrt lässt sich inklusive besonderer Hotspots, die als Bookmarks abgespeichert werden können, genau planen. Per Knopfdruck kann man die Kamera zu einem bestimmten Hotspot zurückkehren lassen oder das Gerät fährt die einzelnen Bookmarks einfach vollautomatisch ab. Die Navigation auf der Glasscheibe geschieht dabei per Ultraschall. Die komplette Planung der Reinigungszyklen geschieht natürlich per App. Die Verbindung zum Gerät wird per WLAN hergestellt, die Kamera streamt Filmbilder auch im Zeitraffer mit 1080p in Full HD. Wer das Material aufzeichnen möchte, verwendet dazu das Smartphone.

Verschiedene Magneten für verschiedene Scheibenstärken

Es gibt MOAI in zwei Ausführungen mit verschieden großen und starken Magneten für verschiedene Scheibenstärken. Geeignet ist das Gerät grundsätzlich für Aquarien mit einer Seitenlänge von maximal zwei Metern und für bis zu 20 Millimeter dicke Scheiben.

Wie schon erwähnt, kommt das Gerät bei den Geldgebern der Community gut an, scheinbar gib es jede Menge Aquaristen auf Kickstarter. Wer im Mai 2018 eine Kamera fürs Aquarium haben möchte, ist jetzt mit 219 US-Dollar inklusive Versand dabei. Mit Steuern und möglicherweise auch Zoll ist man dann bei etwa knapp 250 Euro, was nicht besonders billig, aber meines Erachtens nach auch kein Mondpreis ist.

Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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