Kolumne

TURN ON Innovation: Mix – Die kleinste AR-Brille mit 96-Grad-Sichtfeld

Kompakt, bequem und großes Sichtfeld: Die AR-Brille Mix buhlt derzeit um Unterstützer auf Kickstarter.
Kompakt, bequem und großes Sichtfeld: Die AR-Brille Mix buhlt derzeit um Unterstützer auf Kickstarter. (©ANTVR 2018)

Auf Kickstarter wird derzeit die AR-Brille Mix finanziert. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Augmented-Reality-Headset mit einem Sichtfeld von 96 Grad. TURN ON Innovation erklärt, was das Gadget sonst noch kann.

Augmented Reality ist weiter auf dem Vormarsch, doch die erste echte massentaugliche AR-Brille lässt noch auf sich warten. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter wird derzeit Mix von ANTVR finanziert. Die Macher preisen das Modell als "kleinste AR-Brille mit immersivem 96-Grad-Sichtfeld" an.

So gut ist Mix ausgestattet

Das AR-Gadget bietet zwei 2,1-Zoll-Displays und unterstützt bei einer Bildwiederholungsfrequenz von 90 Hz eine Auflösung von 1200 x 1200 Pixeln für jedes Auge. In puncto Anschlüssen setzen die Entwickler auf HDMI 1.4, zweimal USB 3.0 und Bluetooth. Ein klassischer Kopfhöreranschluss ist ebenso an Bord wie ein Mikrofon.

Die Mix ist nicht nur leicht und kompakt, sondern auch mit SteamVR kompatibel. Die Entwickler glauben fest an den Durchbruch der AR-Technologie, aber nur, wenn drei elementare Voraussetzungen erfüllt sind: Ein immersives Field of View, eine leicht und komfortabel zu tragende Brille sowie genügend Entwickler und Content dafür.

Großes 96-Grad-Sichtfeld für intensives AR-Erlebnis

Mit einem Sichtfeld von 96 Grad bewegt sich Mix in einem ordentlichen Bereich. Ist das Sichtfeld hingegen zu klein, kommt die Immersion kaum richtig rüber, auch die Platzierung virtueller Elemente innerhalb des Sichtfelds ist stark eingeschränkt. Im schlimmsten Fall schaust Du wie durch ein Fenster, wodurch Du stets daran erinnert wirst, dass Du Dich nicht in echter Umgebung bewegst. Mit einem Sichtfeld nah an den Augen, wie es bei Mix der Fall ist, sei der Unterschied zur realen Welt hingegen kaum erkennbar, da virtuelle Objekte mit der echten Realität verschmelzen.

Dank der selbst entwickelten "Dual-Channel Mixed Optics" verfügt Mix über ein größeres Sichtfeld bei gleichzeitiger geringer Größe im Vergleich zu anderen Modellen, die auf optische Wellenleiter oder Reflektoren setzen. Dabei setzt sich die Eigenentwicklung aus einer Struktur mit mehreren Ebenen zusammen, während zwei Linsen mit unterschiedlichen optischen Kanälen das Displaylicht vergrößern. Durch das Umgehen des realen Lichts kann die erweiterte Realität in einem größeren Sichtfeld erlebt werden.

Mix will mit kompakten Abmessungen und einem hohen Tragekomfort punkten. (© 2018 ANTVR)

AR-Brille mit mehr als 130 Spielen von SteamVR kompatibel

Doch die beste Hardware nützt bekanntlich nichts, wenn es nicht entsprechenden Content dafür gibt. Damit dieses Schicksal Mix nicht ereilt, kann die AR-Brille mit einem Computer verbunden werden. Denn: Die Virtual-Reality-Plattform SteamVR ist mit Mix kompatibel. Eine gute AR-Erfahrung kann natürlich nicht bei allen bereits verfügbaren Spielen gewährleistet werden, aber immerhin bei denen mit schwarzem Hintergrund.

Anstelle der schwarzen Fläche wird dann einfach die reale Umgebung eingeblendet. Spieler profitieren so von einer neuartigen AR-Erfahrung bei schon existierenden Games. Schon mehr als 130 Titel sollen mit Mix genutzt werden können, darunter Spiele wie "Tilt Brush", "Space Pirate Trainer" oder auch "Beat Saber".

Bessere Interaktion dank Add-ons

Für eine vollständige AR-Erfahrung unterstützt das Kickstarter-Projekt das Positions-Tracking. Somit können virtuelle Objekte platziert werden und verbleiben auch bei Bewegung an diesen Positionen. Möchtest Du noch stärker mit der erweiterten Realität interagieren, stehen dafür Add-ons wie Controller oder Hand-Tracking zur Verfügung.

Wer selbst spannende AR-Inhalte erschaffen möchte, kann dies mit dem SteamVR SDK in die Realität umsetzen. Anstelle eines schwarzen Hintergrunds können Entwickler einfach eine Black Skybox nutzen, um eine AR-Anwendung zu kreieren. Abseits reiner Entertainment-Programme sind aber auch Anwendungen für die Bereiche Bildung, Design oder Industrie denkbar.

Mix soll ab Dezember 2018 an Unterstützer ausgeliefert werden

Ursprünglich wollten die Macher rund 42.500 Euro einsammeln, mittlerweile sind aber schon mehr als 60.000 Euro zusammengekommen. Möchtest Du Dich an diesem Projekt finanziell beteiligen, hast Du dafür noch fast vier Wochen Zeit. Einsteigen kannst Du aktuell noch für 449 US-Dollar, was einer Ersparnis von 200 Dollar gegenüber dem geplanten Verkaufspreis in Höhe von 649 Dollar entspricht. Die Auslieferung soll im Dezember 2018 starten.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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