Kolumne

TURN ON Innovation: Octospot – Die Action-Cam für Taucher

Octospot
Octospot (©Instagram/Octospot 2016)

Action-Cams werden auch beim Tauchen immer beliebter. Zwar kann man GoPro Hero 4 und Co. dank wasserdichter Schutzgehäuse auch mit in die Tiefe nehmen, viele Taucher wünschen sich allerdings noch robustere Kameras für Extrem-Einsätze. Genau an diesem Punkt setzt das Kickstarter-Projekt Octospot an.

Das Unternehmen Octospot hat eine Action-Cam entwickelt, die sich ganz allein auf die Bedürfnisse einer einzigen Zielgruppe fokussiert: Taucher. Über eine Kickstarter-Finanzierung soll die Kamera bis zur Marktreife geführt werden. Die Entwickler versprechen dabei nichts weniger als die ultimative Action-Cam für Tauchsportler.

Zunächst zu den grundlegenden technischen Daten der Octospot, die in ihrer Form an eine Taschenlampe erinnert.

  • wasserdicht bis 200 Meter
  • Aufnahmen in 4K mit 30 fps, 1080p mit 100 fps oder 720p mit 240 fps
  • Fotos mit 12 Megapixel
  • Akku mit 1700 mAh ermöglicht Videoaufnahme von 2 Stunden
  • Gewicht: 161 Gramm
  • Gehäuse aus extrem robustem Aluminium und Polycarbonat
  • Speicher: unterstützt microSD-Karten mit maximal 64 GB
  • OLED-Screen mit 0,5 Zoll

Zudem verspricht der Hersteller einige Extra-Features, die speziell für den Einsatz beim Tauchen entwickelt wurden. So soll die Octospot dank eines Drucksensors in größeren Tiefen automatisch den Weißabgleich verändern. Weiterhin werden Tauchdaten aufgezeichnet und können auf Wunsch direkt in die Videoaufnahmen eingeblendet werden. Im Gegensatz zu handelsüblichen Action-Cams benötigt die Extrem-Kamera kein zusätzliches wasserdichtes Schutzgehäuse. Natürlich kann die Action-Cam aber auch außerhalb des Wassers für Videoaufzeichnungen genutzt werden.

Die Macher der Tauch-Cam versprechen, dass die Octospot an jeder handelsüblichen Taucherbrille angebracht und auch mit Handschuhen sehr einfach bedient werden kann. Aufnahmen mit der Octospot können grundsätzlich mit nur zwei Knöpfen gesteuert werden. Ein drei Sekunden langer Druck auf den Aufnahme-Button löst beispielsweise ein sogenanntes Snap Recording aus – also kurze Videoclips, die später sehr einfach mit der Octospot-App bearbeitet und geteilt werden können.

Octospot zeichnet Tauchdaten auf

 Octospot zeichnet Daten wie Temperatur und Druck auf. fullscreen
Octospot zeichnet Daten wie Temperatur und Druck auf. (©Octospot 2016)

Besonders spannend für Taucher dürfte sicherlich die Datenaufzeichnung der Octospot sein. Dank eines Sensors für Temperatur und Druck kann der Sportler später sehr genau nachvollziehen, in welcher Tiefe er bei der Aufnahme gerade unterwegs war. In einer App kann zudem einfach durch die Datenaufzeichnung navigiert werden. Die Tauchdaten können direkt in die Unterwasser-Videos eingeblendet werden.

Automatischer Weißabgleich dank Drucksensor

Der Drucksensor in der Octospot erfüllt allerdings noch einen weiteren Zweck. Die sensible Sensorik verändert automatisch den Weißabgleich abhängig von der Tiefe. Beim Tauchen ist dies wichtig, da mit zunehmender Tiefe ohne Anpassung immer mehr Farben verloren gehen – ein Grund, warum viele Unterwasser-Aufnahmen oftmals grün aussehen. Ein OLED-Screen mit einer Bildschirmdiagonale von 0,5 Zoll sitzt im hinteren Ende der Octospot und gibt Infos über Tiefe, Temperatur, Batterielaufzeit und Aufnahmemodus.

Robust und ausdauernd

Die Entwickler von Octospot haben die Action-Cam nach eigenen Angaben besonders robust und ausdauernd gebaut. So ist der 1700-mAh-Akku etwa extra in einen Wärmeschutzmantel eingebettet, damit durch das kalte Wasser nicht zu viel Energie verloren geht. Insgesamt sollen zwei Stunden Videoaufnahmen mit 1080p und 60 fps drin sein.

Das robuste Aluminium-Gehäuse nach Militärstandards ist nicht nur wasserdicht, sondern auch stoßfest. Auch ein Sturz aufs Bootsdeck sollte der Octospot also nichts ausmachen. Dank der runden Form und doppelter Dichtungsringe kann die Action-Cam auch in 200 Meter Tiefe filmen. Zum Vergleich: die GoPro Hero 4 Black oder die Garmin VIRB XE halten gerade einmal 40 bis 50 Meter Tiefe aus. Die großen magnetischen Knöpfe der Octospot können allein durch Tasten leicht gefunden und auch mit Neopren-Handschuhen bedient werden. Das gesamte Design der Action-Cam ist zudem an die Bedienung der bekannten Taucherlampe Dive Torch angelehnt.

 Die Octospot besitzt magnetische Knöpfe. fullscreen
Die Octospot besitzt magnetische Knöpfe. (©Octospot 2016)

Durch eine Klick-Befestigung an einer T-förmigen Schiene soll die Octospot schnell und simpel an einer Taucherbrille angebracht werden können. Die Macher versichern, dass das Gerät dank des Octospot Mask Mount an jede handelsübliche Maske passt. Ebenfalls spannend ist eine Befestigungsmöglichkeit an der Tarierweste des Tauchers. Die Action-Cam wird dann beim Tauchen an einem Seil hinterher gezogen und erlaubt spektakuläre Selbstaufnahmen.

Vorab-Version der Octospot soll im November 2016 erscheinen

Bei Tauch-Fans trifft das Kickstarter-Projekt anscheinend auf sehr großes Interesse. 21 Tage vor Ablauf der Kampagne ist die Finanzierung bereits sichergestellt. Ziel waren 80.000 Dollar, zusammengekommen sind allerdings schon mehr als 225.000 Dollar. Wer jetzt noch einsteigt, kann sich für den Preis von 369 Dollar noch eine Early Bird-Version der Octospot mit Masken-Befestigung und Universal-Befestigung sichern. Diese soll im Januar 2017 ausgeliefert werden. Das Alpha-Paket mit einer Testversion der Action-Cam, das bereits im November 2016 ausgeliefert werden soll, ist leider schon vergriffen.

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