Kolumne

TURN ON Weekly: Neuheiten der CES 2016, Galaxy S7 & iPhone 7

LG zeigte aufrollbare Displays auf der CES 2016.
LG zeigte aufrollbare Displays auf der CES 2016. (©LG 2016)

Wie schon in den letzten Monaten hat uns auch diese Woche die bevorstehende Veröffentlichung des Galaxy S7 auf Trab gehalten – und in Sachen iPhone 7 köchelt es ebenfalls. Der Nabel der Technik-Welt ist aber in den letzten Tagen Las Vegas gewesen. Auf der dortigen Konsumenten-Messe CES 2016 sind viele neue Geräte und Gadgets präsentiert worden.

1. Erste Bilder vom Galaxy S7 – und einiges mehr

Das Samsung Galaxy S7 hat gleich zu Beginn der Woche newstechnisch einen Volltreffer gelandet: Nachdem es bislang nur Render-Bilder aus dem Computer zu sehen gab, konnte ein cleverer Leaker endlich auch vermeintlich echte Bilder von der Frontseite des kommenden Samsung-Flaggschiffs auf seiner Webseite zeigen. Zeigen die Bilder tatsächlich die Front, sieht das Galaxy S7 doch etwas anders aus, als die bislang veröffentlichten Render-Bilder vermuten ließen. Ein weiterer Leak feuerte die Gerüchteküche in Sachen Displaygröße wieder an. Danach könnte das neue Spitzenmodell aus Korea doch bis zu 5,7 Zoll haben.

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Angebliche Display-Front des Samsung Galaxy S7. (©nowhereelse.fr 2016)

Weitere Gerüchte über das Galaxy S7 sprechen von einem größeren Akku, von einer Wiedergeburt des microSD-Steckplatzes und dass das Gerät wieder standardmäßig wasserdicht werden soll. Von der Form her, und das wird keinen verwundern, soll sich das Galaxy S7 sehr eng am Galaxy Note 5 orientieren. Und natürlich gab's auch einen Insider, der etwas über die Preise verraten hat – wobei echte Überraschungen auch hier Mangelware sind. Ab 699 Euro soll das Gerät kosten, die teuere Edge-Version dürfte bei um die 799 Euro liegen. Und Geräte mit mehr Speicher kosten nochmal rund 70 bis 80 Euro mehr.

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Neue Renderings dienten quasi als Zusammenfassung aktueller Gerüchte. (©OnLeaks/ uSwitch 2016)

Zum Ende der Woche machten dann neue Gerüchte um die Gestaltung die Runde. Aber außer der wenig vom Hocker hauenden Nachricht, dass das Galaxy S7 fast wie ein S6 aussieht, kam dabei nicht viel herum. Neu war dann immerhin das Gerücht, dass Samsung das erste faltbare Smartphone bereits 2016 auf den Markt bringen könnte – was aber kein Galaxy S7 werden wird.

2. Neues Windows 10-Tablet auf dem Weg

Dass Samsung nicht nur Smartphones bauen kann, ist schon lange bekannt. Dass die Koreaner jetzt aber auch ein Tablet mit Windows 10 auf den Markt bringen, ist schon spannend. Seit Monaten gab es Gerüchte, nun ist es gewiss: Mit dem Galaxy Tab Pro S bietet Samsung ein Tablet speziell für das neue Windows 10. Das Gerät soll mit Tastatur ausgeliefert werden und bereits ab Februar erhältlich sein. Preise nannte Samsung bei der Vorstellung auf der CES 2016 noch nicht, es wird jedoch von einem stolzen Einstiegspreis von 999 Euro gemunkelt.

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Das Samsung Galaxy TabPro S: ein Tablet mit Windows 10. (©Facebook/Samsung Mobile 2016)

In Sachen Windows 10 gab's gegen Ende der Woche noch die beruhigende Nachricht, dass Microsoft auch ältere Lumia-Modelle mit dem neuen Betriebssystem versorgen wird. Zudem sind neue Lumias bei Microsoft in Arbeit, während die Unterstützung für die alten Versionen des Internet Explorers endgültig ausläuft.

3. CES 2016: Viele Neuheiten in Las Vegas

Nicht nur Samsung hat die Consumer Electronics Show in Las Vegas genutzt, um Neuheiten zu präsentieren. Seit einigen Jahren ist die Messe in Las Vegas gleich zu Beginn des Jahres der absolute Mittelpunkt der Technik-Szene. Auch in diesem Jahr gibt's wieder viele spannende CES 2016 Neuheiten – die wichtigsten haben wir übersichtlich aufgelistet.

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Die Nikon D5: Das neue Spitzenmodell kommt im März auf den Markt. (©Nikon 2016)

Ein wichtiger Trend auf der Messe, der gleich Anfang der Woche die Nachrichten beherrschte, sind die neuen rollbaren Displays von LG. Darunter nicht nur Kleinformate, sondern auch ein rollbarer Fernseher mit 55-Zoll-Bildschirm. Von Nikon kommt mit der D5 nicht nur ein neues Spitzenmodell und mit der D500 ein neues Consumer-Flaggschiff. Der japanische Kameraspezialist stellte in Las Vegas auch seine Pläne für eine Action-Cam vor, die 360-Grad-Videos in 4K aufzeichnen kann. Das hat den Marktführer GoPro so aufgeschreckt, dass der seine Pläne für eine erschwingliche 360-Grad-Kamera Ende der Woche ebenfalls aus der Schublade holte.

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Die Nikon KeyMission 360 markiert den Einstieg der Japaner bei den Action-Cams. (©Nikon 2016)

Auf der CES 2016 segelte die neue Tragflächen-Drohne von Parrot ebenso durch die Hallen wie die Fitbit Blaze Apple eher unangenehm ins Konzept: Die Fitness-Spezialisten wollen mit einer eigenen Smartwatch dem Marktführer den Schneid abkaufen und vor allem Marktanteile abnehmen. Und unsere CES-Reporter Alex und Jens hatten neben vielen anderen Eindrücken auch die Chance, das neue Huawei Mate 8 auszupacken.

4. Skandal? iPhone 7 wohl ohne Klinke

Ob Apple sich vom chinesischen Hersteller Huawei in Sachen Smartwatch den Wind aus den Segeln nehmen lässt, ist eher unwahrscheinlich. Die iPhone-Fans sind jedenfalls schon seit Wochen wieder im Gerüchte-Dauerstress – da machte auch diese Woche keine Ausnahme. Wichtigster Aufreger ist die sich verdichtende Neuigkeit, dass das iPhone 7 zwar wasserdicht ist und kabellos aufgeladen werden kann, wohl aber ohne die in jedem Smartphone zum absoluten Standard gehörende 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für den Kopfhörer kommen wird. Stattdessen soll dieser an den Lightning-Port angeschlossen werden. Will man ein Aux-Kabel etwa fürs Autoradio anschließen, dürfte wieder ein Adapterkauf fällig werden. Skandalträchtig ebenfalls: Es kann sogar sein, dass man demnächst die Kopfhörer extra kaufen muss. Gerüchte besagen nämlich, dass Apple seinen künftigen iPhones keine Hörstöpsel mehr beilegt.

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Die taiwanesische Seite apple.club.tw teilte Bilder der iPhone-Hintergrundbeleuchtungseinheit. (©apple.club.tw 2016)

Mit der Nachricht, dass Apple mit einem Umsatz von über 1,1 Milliarden Dollar über die Weihnachtstage Rekordverkäufe im App Store erzielen konnte, können die Sparmaßnahmen bei den Kopfhörern eigentlich nichts zu tun haben. Und Apple spart nicht nur, sondern könnte beim neuen iPhone 7 auch was drauflegen: So soll der Akku im Plus-Modell riesig werden und das Gerät könnte 256 GB Speicher bekommen.

5. Billige Brille? Oculus Rift nicht, Sony VR vielleicht

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Der Oculus Rift-Packshot: So wird die Brille ausgeliefert. (©Oculus VR 2016)

Lange waren die Bekanntgabe des Preises und der Liefertermin erwartet worden, Mitte der Woche war es dann im Rahmen der CES 2016 soweit: Die zunächst per Kickstarter finanzierte und dann von Facebook gekaufte VR-Brille Oculus Rift kostet in den USA satte 599 Dollar. In Europa werden daraus inklusive Versand knapp 750 Euro – plus eventuell Zoll und Umsatzsteuer, wenn das Gerät tatsächlich aus den USA verschickt wird. Ist das der Fall, dann kann der Spaß unter Umständen so richtig teuer werden, denn dann kommen bis zu 35 Prozent des Kaufpreises dazu. Fans werden sich von dem Preis dennoch nicht abhalten lassen – weil es sich eben um eine nagelneue Technologie handelt, die einfach ihren Preis hat. Freuen könnte sich Sony, die in diesem Jahr noch PlayStation VR auf den Markt bringen werden. Gerüchte besagen, dass diese VR-Brille deutlich günstiger werden könnte als die Oculus Rift.

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