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Ungewisse Zukunft: TCL baut keine BlackBerry-Handys mehr

Ist BlackBerry am Ende? TCL, der letzte größere Hersteller, stellt in diesem Jahr die Produktion von BlackBerry-Smartphones ein.
Ist BlackBerry am Ende? TCL, der letzte größere Hersteller, stellt in diesem Jahr die Produktion von BlackBerry-Smartphones ein. Bild: © YouTube/BlackBerry Mobile 2018

Der chinesische Konzern TCL hat angekündigt, dass ab diesem Jahr keine BlackBerry-Handys mehr produziert werden. Nach dem  Ablauf der Rechte für den Namen und die Technologie in diesem August kehrt die Marke zum kanadischen Erfinder BlackBerry Limited zurück. Wie es dann weitergeht, ist ungewiss.

Ab dem 31. August 2020 wird TCL keine BlackBerry-Smartphones mehr verkaufen. Der chinesische Hersteller wird bisherige BlackBerry-Geräte aber entweder bis  Ende August 2022 oder so lange, wie es das Gesetz vorsieht, weiterhin unterstützen. Auf viel Arbeit wird sich TCL jedoch eher nicht einstellen müssen, denn laut den letzten verfügbaren Verkaufszahlen aus dem Jahr 2017 soll das Unternehmen nur 800.000 BlackBerry-Smartphones verkauft haben, berichtet AppleInsider.

Wie geht es nun mit BlackBerry weiter?

Wie es nun mit der kultigen Smartphone-Marke BlackBerry weitergehen soll, ist nicht bekannt. Neben TCL haben kleinere Hersteller wie BB Merah Putih oder Optiemus Infracom auch BlackBerry-Smartphones für den südasiatischen Markt produziert, berichtet heise online. Auch hier ist nicht geklärt, wie es weitergehen soll.

Es wäre denkbar, dass BlackBerry sich einen neuen Produktionspartner sucht und weiterhin Geräte auf den Markt bringt. Die schwachen Umsatzzahlen deuten aber eher an, dass die Marke komplett verschwinden könnte.

War das iPhone der Sargnagel für die Marke BlackBerry?

In den frühen 2000ern waren BlackBerrys vor allem bei Geschäftsleuten und Unternehmern angesagt. Besonders die externen Tastaturen waren sehr praktisch, um mobil schnell eine E-Mail zu verfassen. Die Vorstellung des ersten iPhones im Jahr 2007 versetzte der Popularität der BlackBerrys aber eine starken Dämpfer. Anfangs wurde Steve Jobs noch dafür belächelt, dass das iPhone von Apple keine physischen Tasten besaß. Doch das Blatt wendete sich und Touchdisplays setzen sich durch.

BlackBerry verzichtete später ebenfalls auf physische Tastaturen, konnte damit aber nie so richtig Fuß fassen. Nun steht die Traditionsmarke womöglich vor ihrem Ende.

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