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US-Forscher entdecken acht neue Planeten

Zwei der entdeckten Planeten sind besonders erdähnlich.
Zwei der entdeckten Planeten sind besonders erdähnlich. (©David A. Aguilar/CfA 2015)

Gibt es Leben außerhalb der Erde? Wahrscheinlich. US-Forscher sind auf der Suche nach erdähnlichen Planeten einen bedeutenden Schritt weitergekommen. Mit dem Weltraumteleskop Kepler entdeckten sie acht neue Himmelskörper – insbesondere zwei von ihnen könnten bewohnbar sein.

Wissenschaftler des Harvard-Smithonian Centers for Astrophysics (CfA) berichteten am Dienstag von einem aufregenden Fund: Bei der Auswertung von Daten des Weltraumteleskops Kepler wurden acht neue Planeten entdeckt, die wohl in der habitablen Zone ihres Sterns liegen. Zwei der Planeten zählen sogar zu den erdähnlichsten, die bislang entdeckt wurden: Kepler -438b und Kepler -442b.

Zwei Planeten sind besonders erdähnlich

Beide Planeten umkreisen einen roten Zwerg, einen Stern, der kleiner und kälter ist als unsere Sonne. Kepler -438b ist nach Informationen der Forscher nur etwa zwölf Prozent größer als die Erde und bekommt 40 Prozent mehr Licht von seinem Stern. Für einen Umlauf um den roten Zwerg benötigt er 35 Tage – die Erde kreist in 365 Tagen einmal um die Sonne. Der zweite, besonders erdähnliche Planet, Kepler -442b, ist etwa ein Drittel größer als unser Heimatplanet und bekommt etwa ein Drittel weniger Licht. Die Astronomen schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass er sich in der habitablen Zone seines Sterns befindet, daher auf 97 Prozent.

Als habitable Zone werden die Bereiche um einen Stern bezeichnet, in denen sich ein Planet befinden muss, damit Leben – so wie wir es kennen – theoretisch möglich ist. Das heißt, er muss in etwa soviel Licht wie die Erde bekommen, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form vorliegt. Ist er zu nah am Stern, verdampft Wasser, ist er zu weit weg, gefriert es.

Weitere Erforschung ist eine große Herausforderung

"Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob einer der Planeten wirklich bewohnbar ist", sagt David Kipping vom CfA. "Wir können nur sagen, dass es sich um vielversprechende Kandidaten handelt." So spannend diese Entdeckung auch sein mag – die weitere Erforschung der Kepler-Funde dürfte die Wissenschaftler vor große Herausforderungen stellen. Kepler -438b befindet sich nämlich rund 470 Lichtjahre von der Erde entfernt, Kepler -442b sogar 1100 Lichtjahre. Letzteres entspricht rund zehn Billiarden Kilometern.

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