Vevo stellt eigene Plattform & Apps ein – Fokus auf YouTube

Die Vevo-Apps für Android und iOS werden eingestellt.
Die Vevo-Apps für Android und iOS werden eingestellt. (©Getty Images/ Marc Andrew Deley 2018)
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Der weltweit bekannte Musikvideo-Dienst Vevo stellt seine Apps für Android und iOS ein. In Zukunft möchte Vevo vor allem seinen Kanal auf YouTube weiter ausbauen. Der Start von YouTube Music könnte diese Entscheidung bewirkt haben.

Wer heutzutage Musikvideos seiner Lieblingskünstler sehen will, schaut sich meist auf YouTube um. Doch noch vor wenigen Jahren tummelte sich eine ganze Reihe an Plattformen im Netz, auf denen sich Musikvideos und Playlisten streamen ließen. Anbieter wie PutPat oder tape.tv haben längst die Segel gestrichen. Nun stellt auch der bekannte Anbieter Vevo seine eigenen Streaming-Apps ein, wie das Unternehmen auf seiner Website bekannt gibt.

Vevo will sich nun voll auf YouTube konzentrieren

Vevo möchte sich demnach in Zukunft vor allem auf YouTube konzentrieren, wo der Anbieter seit Langem sehr erfolgreich mit einem eigenen Kanal vertreten ist. Die meisten Nutzer würden neue Musikvideos mittlerweile ohnehin lieber direkt auf YouTube verfolgen, anstatt sich die separate Vevo-App für Android und iOS herunterzuladen. Vermutlich betrifft dies auch die Apps für Android TV, Amazon Fire TV und Apple TV, wobei einige Smart-TV-Apps von Vevo jedoch verfügbar bleiben sollen.

Nutzer sollen schon in Kürze mit einem speziellen Tool in der Lage sein, ihre Playlists von der Vevo-App auf den YouTube-Kanal des Anbieters zu übertragen. Abseits von YouTube möchte Vevo in Zukunft auch nach weiteren Plattformen Ausschau halten, auf denen es sich lohnen könnte, Musikvideos zu veröffentlichen.

YouTube Music dürfte es kleineren Anbietern noch schwerer machen

Die Entscheidung von Vevo, die eigenen Apps einzustellen, kommt wohl nicht ganz zufällig wenige Tage nach der Ankündigung des neuen Streaming-Dienstes YouTube Music. Mit ihm möchte Google in Zukunft seine Video-Plattform endlich zu einer vollwertigen Musikstreaming-Plattform ausbauen. Ein kleinerer Anbieter wie Vevo sieht da offenbar nicht mehr viel Spielraum, sich abseits von YouTube behaupten zu können.

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